Klima

Unter der Bezeichnung Klima versteht man den mindestens über 30 Jahre gemessenen statistischen Durchschnitt sämtlicher sich regelmäßig wiederholenden meteorologischen Zustände der Atmosphäre an ein und demselben Ort. Das Klima eines Ortes umfasst dabei alle beobachteten Wetterzustände, deren typische Aufeinanderfolge und Schwankungen, die tages- und jahreszeitlich üblich sind.

Begriff “Klima”

Der Begriff Klima (spätlateinisch: clima, griechisch: klíma = Abhang, geneigte Fläche, Zone) bezeichnet den typischen jährlichen Ablauf der Witterung für ein bestimmtes geografisches Gebiet.

Makro-, Meso- und Mikroklima: die verschiedenen Klimate

Vom Klima sind unterschiedlichste Größenordnungen umfasst. Dabei sind die zeitliche und räumliche Dimension entscheidend. So wird das Klima einer Zone, Region oder eines Kontinententeils als Makroklima, das Klima einer Landschaft als Mesoklima und das Klima der bodennahen Luftschicht eines Standorts als Mikroklima bezeichnet.

Klimatologie: die wissenschaftliche Erforschung des Klimas

Bei der Klimatologie handelt es sich um eine interdisziplinäre Wissenschaft. Beteiligt sind die Fachgebiete Meteorologie, Ozeanographie, Geologie, Geographie, und Physik. Die Klimatologie erforscht die Gesetzmäßigkeiten des Klimas unter anderem unter Zuhilfenahme statistischer Methodik.

Klimaelemente

Mit dem Begriff “Klimaelemente” werden sämtliche messbaren Einzelerscheinungen in der Atmosphäre zusammengefasst. Dazu gehören Strahlung, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Lufttemperatur, Verdunstung, Bewölkung, Wind und Niederschlag.

Klimafaktoren

Unter dem Begriff Klimafaktoren versteht man die geografisch bedingten Gegebenheiten eines Gebietes. Dazu gehören die geografische Breite, die Meereshöhe, die Land-Wasser-Verteilung, die Bodenbedeckung, das Relief und die Exposition.

Klimasysteme

Als Klimasystem wird ein höchst komplexes System, das neben der Atmosphäre aus fünf weiteren Hauptbestandteilen und deren Wechselbeziehungen besteht, bezeichnet. Diese sind:

  • Hydrosphäre (Seen, Ozeane, Flüsse)
  • Kryposphäre (Schnee und Eis)
  • Biosphäre (zu Land und im Wasser)
  • Lithosphäre (Gesteinsschicht)
  • Pedosphäre (Böden)

Methoden der Wetterbeobachtung

Die Erfassung von Zuständen der Erdatmosphäre an einem bestimmten Ort und zu oft festgelegten Zeiten wird als Wetterbeobachtung bezeichnet. Dabei werden Messwerte zu Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Wind, Wolken(arten) usw. gesammelt und ausgewertet. Heute ist das ein automatischer Prozess, früher mussten die einzelnen Messwerte persönlich abgelesen und manuell erfasst werden. Über ein spezielles Datennetz werden heute die automatisch erhobenen Daten, die zuvor mit einem sogenannten Wetterschlüssel codiert wurden, ausgetauscht. Daran sind allerdings ausschließlich staatliche Wetterdienste beteiligt. Eine weitere Methode der Wetterbeobachtung ist die globale Wetterbeobachtung über Satellit. Seit 1966 wird das Wetter durch polarumlaufende Wettersatelliten geostationär und global erfasst.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen der Wetterbeobachtung, nämlich die synoptische und die klimatologische Wetterbeobachtung. Sie unterscheiden sich in der Zielsetzung. So wird die synoptische Wetterbeobachtung für kurz- bis mittelfristige, die klimatologische Wetterbeobachtung für langfristige Wettervorhersagen genutzt.

Was ist der Klimawandel

Zunächst einmal ist der Klimawandel keine Erscheinung der neueren Zeit. Es gab schon immer Klimawandel auf der Erde. Neu ist, dass die Erwärmungen und Temperaturabsenkungen heute deutlich schneller als je zuvor ablaufen. Die Natur hat dadurch keine Zeit mehr, sich auf die daraus resultierenden Änderungen einzustellen. Durch den vom Menschen verstärkten Treibhauseffekt ist die Durchschnittstemperatur in den letzten 100 Jahren um 0,8°C gestiegen. Forscher haben berechnet, dass in weniger als 100 Jahren der Anstieg bereits bei 6,5°C liegen könnte. Da man bereits bei einem Anstieg von 2°C von gravierenden Folgen ausgehen muss, ist das Thema Klimawandel enorm populär geworden.

Definition

Als Klimawandel wird die auf der Erde und erdähnlichen Planeten gemessene Veränderung des Klimas bezeichnet. Dabei ist es unerheblich, ob diese Veränderung auf menschlichen oder natürlichen Einflüssen beruhen und ob die Klimaveränderung in einer Erwärmung oder Abkühlung besteht.

Ursachen des Klimawandels

Der Lebenswandel des Menschen verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt dergestalt, dass die Erderwärmung immer mehr voranschreitet. Mit rund 75% ist der hohe CO2-Ausstoß verantwortlich für den Klimawandel und damit Hauptursache. Da der gestiegene Lebenskomfort immer mehr Energie benötigt, werden täglich Millionen Tonnen Kohle, Gas und Erdöl verbrannt. Auch in der Landwirtschaft wird ein hoher CO2-Ausstoß befördert. Insbesondere die Tierhaltung trägt zu einem deutlich erhöhten Methanausstoß bei. Weitere Ursachen liegen in der Zerstörung natürlicher Lebensräume (z.B. Entwaldung).

Folgen des Klimawandels

Die Folgen des Klimawandels sind enorm und haben auf alle Weltregionen Auswirkungen. So schmilzt das Eis auf den Polkappen ab, so dass der Meeresspiegel steigt. Zusätzlich kommt es in zahlreichen Regionen zu Wetterereignissen der extremen Art in zunehmender Häufigkeit. Niederschläge nehmen ebenso zu wie Dürren aufgrund verstärkter Hitzewellen. Mit Hurrikans, Tornados, Sturmfluten, Überschwemmungen und Erdbeben muss deutlich häufiger gerechnet werden.

Meeresspiegel

Forscher haben herausgefunden, dass der Meeresspiegel sehr viel schneller und auch höher ansteigt als bisher angenommen. Auch hier sind die Folgen gravierend. Das Schmelzwasser der Gletscher kann beispielsweise dafür sorgen, dass die Oberfläche der Meere weniger Salz enthält und darüber hinaus nicht mehr so schwimmfähig ist. Daraus folgt, dass tiefere Schichten im Winter ihre Wärme verlieren, da sich das Wasser nicht mehr so gut durchmischen kann. Das wiederum hat Einfluss auf die dort lebenden Arten, die so vom Aussterben bedroht sind. Zusätzlich bedeutet ein Anstieg des Meeresspiegels, dass es zu häufigeren Extremereignissen wie Sturmfluten und Überschwemmungen kommt. Außerdem können ganze Ortschaften, die in Meeresnähe entstanden sind, vom Untergang bedroht sein.

Meereis

Das gefrorene Meerwasser (Meereis) der polaren Ozeane spielt eine sehr wichtige Rolle in Bezug auf das Klimasystem der Erde. Aufgrund der Verstärkung des Treibhauseffekts durch menschliche Emissionen schmilz das Meereis von Jahr zu Jahr immer mehr. Die Erderwärmung führt dazu, dass die Lufttemperaturen auch in der Arktis ansteigen, die Gletscher zurückweichen und eben Meereis schmilzt. Die Folgen sind für Mensch und Tier in diesen Regionen gravierend. Da die Schmelze von Meereis insbesondere in den Sommermonaten sehr viel höher als üblich ist, führt das sogar zu politischen Konflikten, da verschiedene Staaten um die nun freiwerdenden Ressourcen am Meeresgrund wetteifern.

Dürren

Dürren sind eine der schlimmsten Folgen des Klimawandels. Es gibt kaum andere Wetterextreme, die derart große ökonomische und ökologische Schäden anrichten. Jedes Jahr leiden in verschiedensten Weltregionen Millionen Menschen unter Dürren. Durch die rasch voranschreitende Erderwärmung drohen immer häufiger Dürren, zum Teil auch in Regionen, in denen sie bis jetzt nicht vorkamen. Neben Hunger und Krankheiten droht dort auch das Artensterben und die Waldbrandgefahr steigt. Wälder sind jedoch eine sehr wichtige Barriere gegen die hohen CO2-Emissionen. Ein Kreislauf, der noch nicht durchbrochen werden konnte.

Gletscher

Dass die Gletscher schmelzen, wird schon lange beobachtet. Durch die zunehmende Erderwärmung geschieht dies jedoch viel schneller als ursprünglich gedacht. Dadurch werden jedoch große Areale von Schutt freigelegt (Gletschervorfelder), die in der Folge Siedlungen und Täler durch Erdrutsche oder als Murgang (Schlamm- und Gesteinsstrom) gefährden. Darüber hinaus stellen auch sich neu entwickelnde bzw. ansteigende Gletscherseen eine Gefahr dar. Zusätzlich bergen schmelzende Gletscher weitere Gefahren für dort ansässige Menschen, Tiere und Pflanzen. Wenn Gletschereis unterschiedlich schnell fließt, bilden sich tiefe Risse im Eis. Sie sind durch den meist darüber liegenden Schnee für Skifahrer und Bergsteiger nicht zu sehen. Tödliche Abstürze sind hier die Regel.

Inseln

Der ansteigende Meeresspiegel führt in einigen Regionen, hauptsächlich auf den Pazifikinseln, dazu, dass ganze Inseln verschwinden. Und mit ihnen verschwinden Ortschaften, die darauf gebaut waren. Es gibt Regionen, in denen bereits die Hälfte eines Dorfes komplett im Meer versunken ist. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Stürme zu und verschärft das Problem zusätzlich. In wenigen Jahrzehnten könnte es zahlreiche Inseln nicht mehr geben.

Erderwärmung

Der Anstieg der Durchschnittstemperatur der Meere und der erdnahen Atmosphäre wird als Erderwärmung bzw. globale Erwärmung bezeichnet. Hauptursache ist die Industrialisierung der letzten 150 Jahre, die dazu beigetragen hat, den natürlichen Treibhauseffekt deutlich zu steigern. Problematisch ist die Erderwärmung – die es auch früher bei anderen Klimawandels schon gab – heute nur deshalb, weil sich die Erde viel zu schnell erwärmt. Deshalb fehlt die Zeit für Mensch und Natur, sich auf die neuen Begebenheiten einzustellen. Aus diesem Grund wird die Erderwärmung auch dazu führen, dass die heute bekannte Artenvielfalt verlorengeht. Die Folgen sind global zu spüren und teilweise sehr drastisch.

Treibhauseffekt

Der Treibhauseffekt hat seinen Namen aufgrund seiner Wirkung auf den Wärmehaushalt der Erde. Ähnlich wie das Dach eines Treibhauses für optimale Temperaturen zum Leben und Wachsen der Pflanzen innerhalb des Treibhauses sorgt, sorgen Treibhausgase in der Atmosphäre für lebenswerte Temperaturen auf unserer Erde. Ohne den Treibhauseffekt könnten wir auf der Erde nicht leben, da es viel zu kalt hier wäre. Auch wenn er erst später “Treibhauseffekt” genannt wurde, gab es ihn schon immer, sonst hätte sich auf unserem Planeten gar kein Leben, wie wir es heute kennen, entwickeln können.

Natürlicher Treibhauseffekt

Unsere Erde ist von einer unsichtbaren Lufthülle umgeben, der Atmosphäre. Sie besteht aus unterschiedlichen Treibhausgasen wie CO2, Methan oder Wasserdampf. Beim natürlichen Treibhauseffekt strahlt die Sonne sogenannte kurzwellige Strahlung zur Erde. Beim Auftreten auf die Erdoberfläche wird sie umgewandelt und als langwellige Wärmestrahlung reflektiert. Da kurzwellige Strahlung die Atmosphäre durchdringen kann, langwellige jedoch nicht, wird sie zum Teil zur Erde zurück reflektiert, so dass hier statt der sonst berechneten – 15 °C 18 °C Durchschnittstemperatur herrschen. Eine Temperatur, die Leben ermöglicht.

Anthropogener Treibhauseffekt

Als anthropogener (durch den Menschen beeinflusst bzw. verursacht) Treibhauseffekt wird der vom Menschen zusätzlich verursachte, also unnatürliche Treibhauseffekt bezeichnet. Beim anthropogenen Treibhauseffekt spielt die Freisetzung von Kohlendioxid die entscheidende Rolle. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe, die Entwaldung und die Landwirtschaft führen beispielsweise in besonderem Maße zur Freisetzung von CO2. Der anthropogene Treibhauseffekt ist heutzutage der größte Klimafaktor überhaupt. Ohne die menschlich verursachten CO2-Emissionen wäre die Erderwärmung heute nicht auf diesem hohen Stand und der Klimawandel würde nicht solche negativen Folgen haben, wie sie schon jetzt absehbar sind. Der anthropogene Treibhauseffekt ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht mehr umkehrbar.

Folgen und Prognosen

Der Treibhauseffekt hat als primäre Folge die Erderwärmung bzw. globale Erwärmung. Die Prognosen hängen vom jeweiligen Klimamodell ab. Grundsätzlich werden als geologische Folgen der Anstieg der Weltmeere, die Verschiebung von Vegetationszonen und das Abschmelzen der Polkappen prognostiziert. Meteorologische Folgen sind eine Veränderung des Wetters, eine Häufung von Wetterextremen und eine Verschiebung der Jahreszeiten. Als soziologische Folgen werden der Verlust von küstennahen Wohngebieten und die Verarmung der Landbevölkerung prognostiziert, da Ackerflächen verloren gehen. Biologische Folgen sind die Ausbreitung von Parasiten und der Rückgang von Arten. Schließlich gibt es noch eine Prognose zu den politischen Folgen, die davon ausgeht, dass eine Verknappung von Nahrungsmitteln und ein Flüchtlingsdruck auf bestimmte Länder eine Folge des Treibhauseffekts sein wird.

Was richten Treibhausgase an?

Grundsätzlich richten Treibhausgase erst einmal nichts an, außer, dass sie uns ein Leben auf der Erde ermöglichen, da sie die Durchschnittstemperatur auf unserem Planeten erhöhen. Erst der anthropogene Treibhauseffekt, also die vom Menschen verursachten Treibhausgase, richten großen Schaden an, die hier eine globale Erwärmung stattfindet, die unser Leben erheblich verändern wird. Treibhausgase in der Menge, wie sie durch die Industrialisierung entstehen, sorgen für eine stetig wachsende Erderwärmung, die langfristig gravierende Folgen auf alles, was wir kennen, haben wird. Die Folgen von zu viel Tierhaltung, übermäßiger KFZ-Nutzung, Abholzung ganzer Wälder und die Zerstörung natürlicher Lebensräume lässt den anthropogenen Treibhauseffekt weiter ansteigen.

Bekämpfung des Klimawandels

Zahlreiche Staaten haben die Bedrohung des Klimawandels erkannt und ein Rahmenübereinkommen getroffen. Dabei enthält das sogenannte Kyoto-Protokoll für Industrieländer, die es ratifiziert haben, verbindliche Emissionsvorgaben. Streitigkeiten zwischen den einzelnen Unterzeichnern sowie unterschiedliche Vorstellungen zur Klimarettung führen immer wieder zu Stillstand. Der Treibhauseffekt wird dabei immer größer. Eine Stopp oder gar eine Reduzierung ist bislang trotz Verpflichtung nicht zu erkennen. Allerdings entwickeln einige Länder deutlich mehr Maßnahmen als andere, so dass es hier zu einem Ungleichgewicht kommt. Bestimmte Länder, zu denen auch Deutschland gehört, haben aktuell wenig Chancen, das vereinbarte Klimaziel zu erreichen.

Verringerung von CO2-Emmissionen und Treibhausgasen

Die Verringerung von CO2-Emissionen und Treibhausgasen hat für die meisten Länder die absolute Priorität, auch wenn es an der Umsetzung noch stark hapert. Im Oktober 2014 haben die EU-Staats- und Regierungschefs einen “Rahmen für die Klima- und Energiepolitik bis 2030” festgelegt. Dies beinhaltet die Senkung der Treibhausgasemissionen in der EU um mindestens 40% bis zum Jahr 2030. Zu den Maßnahmen gehören Überlegungen, Unternehmen zu verpflichten, für jede emittierte Tonne Kohlendioxid erst ein Emissionszertifikat, also eine Berechtigung, erwerben zu müssen. Weitere Maßnahmen sehen eine Aufforstung sowie eine Senkung von Verkehrsemissionen vor. Bislang zeigen diese Maßnahmen jedoch keine überzeugende Wirkung, weil sie entweder nicht oder nur unzureichend umgesetzt werden.

Geopolotische Projekte

Schon 1992 wurde beschlossen, Maßnahmen gegen die Erderwärmung einzuleiten. Mit dem Kyoto-Protokoll wurde diese Verpflichtung 1997 festgeschrieben. Auch das Übereinkommen von Paris im Jahr 2015 hatte dieses Ziel. Dennoch sind die Emissionen an Treibhausgasen seitdem deutlich gestiegen. Mittlerweile ist es nicht mehr wahrscheinlich, dass die Klimaschutzziele, die vereinbart wurden, erreicht werden und so eine Erderwärmung auf höchstens 2°C begrenzt werden kann. Die geopolitischen Projekte wie zum Beispiel Emissionszertifikate, Unterstützung von ärmeren Ländern und Aufforstung kommen nicht schnell genug voran, werden nur halbherzig umgesetzt oder bringen nicht die erwarteten Erleichterungen. Deshalb beschränken sich viele geopolitische Projekte heute darauf, die Folgen der zu erwartenden Erderwärmung abzufangen.

Regionaler Klimaschutz

Da die Auswirkungen des Klimawandels je nach Region sehr unterschiedlich sind, müssen auch die Maßnahmen entsprechend unterschiedlich ausfallen. In vielen Regionen werden Anpassungsstrategien gefahren, die Maßnahmen zum Klimaschutz für Handlungsfelder wie zum Beispiel die Landwirtschaft, die Gesundheit oder auch den Naturschutz beinhalten. Um den regionalen Klimaschutz voranzutreiben, werden Klimaanalysen gefördert, die Bevölkerung für den Klimaschutz sensibilisiert und geeignete Maßnahmen wie beispielsweise öffentliche Trinkwasserspender, Beschattungsanlagen und Schutzdämme in von Überflutung bedrohten Regionen umgesetzt. Stadtplaner arbeiten schon heute daran, mögliche Folgen bei der Planung und Umsetzung verschiedenster Projekte zu berücksichtigen. Politiker stellen Unternehmen bestimmte Privilegien in Aussicht, wenn sie aktiv daran mitwirken, den CO2-Ausstoss bei der Produktion zu reduzieren.

Individuelle Verantwortung – persönliches Klimabewusstsein

Mit der Sensibilisierung der Bevölkerung auf das Problem Klimawandel werden auch konkrete Forderungen an jeden Einzelnen laut. So spielt der hohe Fleischkonsum eine erhebliche Rolle bei der globalen Erwärmung. In der individuellen Verantwortung läge es nun, auf Fleischkonsum weitestgehend zu verzichten. Aber auch so profane Dinge wie das richtige Heizen und Lüften können zum Klimaschutz beitragen. Weniger Verpackungen, weniger Wasserverschwendung und dergleichen mehr – das alles liegt in der persönlichen Verantwortung. Mancherorts ist man schon dazu übergegangen, mit preiswerteren oder kostenlosen Nahverkehrstickets die Bewohner dazu zu animieren, weitestgehend auf das Auto zu verzichten. Es gibt auch Gruppen, die sich gefunden haben, um gemeinsam etwas zur Klimarettung beizutragen und sei es damit, auf bestimmte Dinge einfach einmal zu verzichten.

Umweltverträgliche Produkte – Rolle der Wirtschaft im Klimaschutz

Auch Unternehmen sind dazu aufgerufen, in den Klimaschutz zu investieren. Viele Unternehmen haben bereits die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und setzen vermehrt auf umweltverträgliche, biologisch abbaubare Produkte, die zudem noch möglichst nachhaltig produziert werden. Zusätzlich steht die Wirtschaft in der Verantwortung, ihre Produktionsstätten dergestalt aufzurüsten, dass die Menge der CO2-Emissionen bei der Produktion und Verarbeitung von Produkten möglichst gering gehalten wird. Es gibt sogar Unternehmen, die ihren Mitarbeitern hochwertige Fahrräder zur Verfügung stellen, damit diese das Auto stehen lassen. Dennoch gibt es immer noch zahlreiche Unternehmen, die in anderen Ländern produzieren lassen und dort nicht die nötige Sorgfalt walten lassen, wie sie es in Deutschland schon anhand einiger Gesetze tun müssten. Die Rolle der Wirtschaft im Klimaschutz ist demnach noch ausbaufähig.

Skepsis gegenüber dem Klimawandel

Die Mehrheit der Klimawissenschaftler ist davon überzeugt, dass der anthropogene Treibhauseffekt die Ursache für die globale Erwärmung ist. Dennoch gibt es Skeptiker, die das und sogar die Erderwärmung an sich bestreiten. Die Motivation dafür ist unterschiedlich. So gibt es öffentlich auftretende Skeptiker, die von Unternehmen – direkt oder indirekt – bezahlt werden, aber auch solche, die eine Verschwörung wittern. Andere wiederum möchten die Menschen vor allem beruhigen, indem sie einfach behaupten, es wäre alles gut. Was auch immer die Motivation dahinter ist: der Klimawandel schreitet voran – das ist mess- und spürbar. Aus diesem Grund werden Klimaskeptiker heute eher in der Ecke der Weltverschwörer verortet.

Natürlicher Klimawandel

Klimawandel gab es schon immer, da das Klima auf verschiedene Einflüsse sehr sensibel reagiert. Insbesondere ein Energieungleichgewicht hat große Auswirkungen auf das Klima. Grundsätzlich unterliegt jedes Klima natürlichen Schwankungen. Grundlegende Änderungen – wie die Erderwärmung – passieren jedoch immer durch äußere Einflüsse. Es gibt zahlreiche Faktoren, die ein solches Energieungleichgewicht verursachen und zu einem Klimawandel führen können. Dazu gehört eine hellere Sonne, die der Erde mehr Energie schickt genauso, wie ausbrechende Vulkane, die Aerosol-Partikel ausstoßen. Jedes Energieungleichgewicht führt dazu, dass unser Klimasystem um einen Ausgleich bemüht ist. So erhöht sich die Wärmeabstrahlung der Erde deshalb, weil die Erde wärmer wird.

Wie groß ist der Faktor Mensch?

Der Faktor Mensch ist heute tatsächlich der stärkste Klimafaktor. Die weiterentwickelte Industrialisierung, die Abholzung ganzer Wälder, der hohe Lebensstandard in den westlichen Ländern, der enorme Fleischkonsum und natürlich die Wegwerfmentalität – all das hat dazu geführt, dass der Treibhauseffekt heute derart hoch ist, dass die Erderwärmung schnell voranschreitet. Da es bisher kaum Veränderungen im Verhalten von Menschen und Industrie gibt, bleibt der anthropogene Treibhauseffekt hoch bzw. steigt sogar weiter, so dass der Mensch Gefahr läuft ist, seinen natürlichen Lebensraum zu verlieren bzw. die Lebensbedingungen für Menschen, Tiere und Pflanzen erheblich zu verschlechtern.

Wirtschaftliche Konsequenzen

Wissenschaftler gehen davon aus, dass rund ein Fünftel der Weltwirtschaft zusammenbricht, wenn der Klimawandel für eine noch massivere Erderwärmung sorgt. Doch schon jetzt hat er wirtschaftliche Folgen, da die Kosten zur Klimarettung bzw. des Klimaschutzes exorbitant hoch sind und nicht von jedem Unternehmen geleistet werden können. Sobald die Politik Unternehmen verpflichtet, auf bestimmte Arten zur Klimarettung beizutragen, wäre das der Untergang vieler Unternehmen. Auch auf Privatpersonen hat der Klimawandel wirtschaftliche Auswirkungen, da die Preise von Nahrungsmitteln ebenso ansteigen werden wie die Preise für andere Produkte, die durch den Klimawandel schwerer hergestellt werden können und daher schon in der Produktion deutlich mehr als bisher kosten.

Ist die Erderwärmung noch zu begrenzen?

Die Erde hat sich seit dem 19. Jahrhundert um ca. ein Grad erwärmt. Das ist ein hohes Tempo, das leider im Laufe der Jahre immer höher wird. Forscher rechnen damit, dass schon im Jahr 2030 das selbst gesteckte Ziel, den Temperaturanstieg auf die 1,5 °C-Marke zu begrenzen, erreicht sein wird. 2065 könnte bereits ein Temperaturanstieg auf die 2°C-Marke erfolgt sein. Und schon das hätte sehr empfindliche Auswirkungen auf das Leben, wie wir es heute kennen. Das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen könnte nur nur sehr schnelle und vor allem weitreichende Veränderungen noch erreicht werden. Davon sind nahezu alle wirtschaftliche Bereiche betroffen. Gravierende Änderungen in der Energieerzeugung, bei Verkehr, Landwirtschaft und Industrie wären die einzige Möglichkeit, eine Begrenzung zu erreichen. Aktuell sieht es nicht so aus, als wäre dieses Ziel noch erreichbar.

Klimawandel: Folgen für Deutschland

Die Geografie in Deutschland ist so vielfältig, dass der Klimawandel ganz verschiedene Auswirkungen auf die einzelnen Regionen Deutschlands hätte. Steigende Niederschlagsmengen führen in manchen Regionen zu erheblich mehr Wasser als verkraftbar, wärmere Temperaturen sorgen in anderen Regionen zu Austrocknungen. In der Landwirtschaft muss auf Trockenheit und große Hitze reagiert werden, beim Küsten- und Umweltschutz müssen Maßnahmen gegen Überschwemmungen und Sturmfluten getroffen werden und die Energieversorger müssen sich vermehrt auf die Nutzung alternativer Energien einstellen. Um die Folgen abzuschwächen sind Stadtplaner schon heute in der Pflicht, den künftigen Herausforderungen bei der Planung und Gestaltung zu begegnen.

Gesellschaftliche Folgen

Die Folgen des Klimawandels in Deutschland betreffen fast alle Gesellschaftsbereiche. Ob Tourismus oder private Lebensführung – besonders die ärmere Gesellschaft wird unter den Folgen massiv leiden. Zum einen dürften die Kosten der Lebensführung erheblich steigen, zum anderen könnten Arbeitsplätze verloren gehen, weil es bestimmte Produktionsstätten – gerade in der Landwirtschaft – plötzlich nicht mehr gibt. Felder, die durch Überflutung umnutzbar sind, Skigebiete, in denen kein Schnee mehr liegt, Gebiete, die aufgrund von Sturmfluten oder Überschwemmungen, verlassen werden müssen und weitere negative Auswirkungen kommen auf unsere Gesellschaft zu. Diese bestmöglich aufzufangen, ist schon heute eine wichtige Aufgabe der Politik.

Umweltfolgen

Der Klimawandel hat auch erhebliche Folgen für die Umwelt. So werden Äcker vernichtet und Ökosysteme verändert. Die Artenvielfalt minimiert sich, da Tiere und Pflanzen aussterben. Die Landwirtschaft muss mit erheblichen Einbußen rechnen, Böden könnten unbrauchbar werden und durch die zunehmende Hitze steigt das Waldbrandrisiko und damit auch die Gefahr, ganze Wälder zu verlieren. Zudem drohen Verunreinigungen des Grundwassers, das Austrocknen kleinerer Bäche und Seen und damit auch der Verlust von Nahrungsmitteln wie Fischen. Dazu kommt eine geringere Schutzfunktion durch das Fehlen zahlreicher Pflanzen- und Baumarten.

Wirtschaftliche Folgen

Die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels in Deutschland sind voraussehbar. Die Produktion von Lebensmitteln wird deutlich teurer, da sich die Anbaufläche verringert und Wetterextreme den Tier- und Pflanzenbestand minimieren. Die Kosten für Wetterextreme und deren Folgen steigen ins Unermessliche. Auch typische Haushaltskosten wie Wasser- und Strompreise steigen. Gerade beim Wasser ist die Gefahr von Verunreinigungen durch die Erderwärmung und daraus resultierender kostenintensiver Wasseraufbereitungsmaßnahmen sehr real. Auch andere Produkte des täglichen Lebens werden zu mehr Kosten führen, da sie teils in Ländern produziert werden, die besonders unter den Folgen des Klimawandels zu leiden haben.

Regionale Projekte

Viele Regionen versuchen mit geeigneten Maßnahmen schon jetzt, die Erderwärmung zu begrenzen oder doch zumindest die Folgen abzuschwächen. So haben einige Bundesländer ganze Maßnahmepakete geschnürt, die unter anderem Anreize für ortsansässige Unternehmen enthalten, den Emissionsausstoss zu reduzieren, um so zur Klimarettung beizutragen. Von Überschwemmungen und Sturmfluten bedrohte Gebiete werden gesichert und die Bevölkerung wird dahingehend sensibilisiert, persönliche Verantwortung zur Klimarettung zu übernehmen. Einige Regionen werben mit billigeren oder gar kostenlosen Tickets für den öffentlichen Nahverkehr, um die Nutzung des eigenen KFZ unattraktiver zu machen. Auch Unternehmen rufen regionale Projekte ins Leben und werben mit umweltverträglichen Produkten aus nachhaltiger Produktion.