Bern - Die Schweiz hat angekündigt, sich zusammen mit der Europäischen Union für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung zu engagieren. Anlässlich des Treffens der EU-Umweltministerinnen und -minister, zu dem sie eingeladen war, begrüsste Bundesrätin Doris Leuthard die europäischen Bestrebungen, die Umsetzung von Massnahmen auf diesem Gebiet zu harmonisieren. Das berichtet das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) in einer Presseausseundung. Dem Artikel zufolge hat die Schweizer Wasserpolitik eine Steigerung der Stromerzeugung aus Wasserkraft bei gleichzeitiger Verringerung ihrer negativen Auswirkungen auf die Umwelt zum Ziel. Das Treffen in Budapest habe den Auftakt zu einer Neuausrichtung der europäischen Wasserpolitik, welche in ein globales Konzept für eine effiziente Ressourcenbewirtschaftung eingebettet sei. Im Zentrum der Ministergespräche seien die Folgen der Klimaänderungen auf den Gewässerhaushalt und die Dürreproblematik gestanden. Vor dem Hintergrund der Ereignisse im japanischen Kernkraftwerk Fukushima seien aber auch ein möglicher Ausstieg aus der Atomenergie und der damit verbundene steigende Druck auf die Wasserkraftnutzung erörtert worden. In der Schweiz solle bis 2030 die Nutzung der Wasserkraft als erneuerbare Energiequelle um fünf Prozent gesteigert werden. Ein Instrument zur Erreichung dieses Ziels sei die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbaren Energien. Ausserdem solle durch den Kapazitätsausbau der Pumpspeicherkraftwerke, welche jederzeit Strom ins Netz einspeisen können, das Energiespeichervolumen erhöht werden. Im Bereich des Hochwasserschutzes hat die Schweiz die Lehren aus den Hochwasserereignissen der Jahre 1987, 2005 und 2007 gezogen, heisst es. Sie sei bereit, ihre Erfahrung zur Verfügung zu stellen, und sei im Übrigen in mehreren Arbeitsgruppen der EU vertreten. Rund 80 Prozent aller Schweizer Gemeinden hätten bereits Gefahrenkarten erstellt. Auf diese Weise wolle sich die Schweiz gemeinsam mit der EU für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung engagieren, die allen Interessen gerecht wird: Stromerzeugung, Umweltschutz, Hochwasserschutz, Landwirtschaft und Tourismus. Die Gespräche über die Wasserpolitik werden weitergeführt anlässlich des Treffens der paneuropäischen Umweltminister (EU, Russland, USA, Kanada, Zentralasien, Osteuropa, Kaukasusstaaten) im September 2011, an dem die Schweiz ebenfalls teilnehmen wird, berichtet UVEK. (eg)
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