Zuchwil (Kanton Solothurn) - Der Ständerat in Bern hat nach Auffassung der Gruppe Wolf Schweiz (GWS) die Gefahr heraufbeschworen, dass die Tiergattung in der Schweiz wieder ausgerottet wird. „Zugunsten der hoch subventionierten Schafhaltung und der Jagd soll die international streng geschützte Art weichen“, kommentiert die GWS die jüngsten Beschlüsse "zur Schwächung des Wolfsschutzes" in einer Medienmitteilung.
Dabei seien Wölfe mit rund zehn Exemplaren eine in der Schweiz nach wie vor seltene und gefährdete Tierart. Damit kann keineswegs von einem gesicherten bestand gesprochen werden, der reguliert werden müsste, heisst es von Seiten derArtenschützer.
„Das nun Wölfe auf Druck der Schaf- und Jagdlobby noch schneller abgeschossen werden sollen, ist deshalb völlig unverständlich“, schreibt die GWS zu den jüngsten Beschlüssen des Ständerats. Denn die wildlebenden Huftiere als Beute des Wolfs und die Jäger seien in der Schweiz „sehr häufig und nicht ansatzweise in ihrem Bestand gefährdet“ – weder durch die Jagd, noch durch den Wolf.
Die Schafhaltung überlebe nur noch dank Subventionen, die schwerpunktmässig in den urbanen Gebieten generiert werden – dort, wo der Wolf explizit begrüsst wird. Dass diese Zwangsabgaben der breiten Kreise der Wolfsbefürworter dafür verwendet werden, die Anwesenheit des Wolfes zur Verhindern, ist aus GWS-Sicht "unverständlich und falsch". Dies werde den Stadt-Land-Konflikt noch verschärfen. Damit sei dem ländlichen Raum und auch der Schafhaltung am wenigsten geholfen. (ug)