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Gegen Kohlekraftwerke

Geschrieben von: WWF Graubünden und andere 11.02.11
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Der Widerstand gegen die umstrittenen Kohlekraftwerke der Repower hält weiter an. Unter Federführung des WWF Graubünden haben 14 Organisationen und Parteien am Mittwoch eine kantonale Volksinitiative gegen Investitionen in Kohlekraftwerke lanciert. Die Initianten sind zuversichtlich, die 4000 Unterschriften rasch sammeln zu können.

Mit der Initiative „JA zu sauberem Strom ohne Kohlekraft“ fordern die Initianten ein klares Bekenntnis des Kantons gegen Kohlekraftwerke. Die Regierung soll zudem dafür sorgen, dass Unternehmen mit Kantonsbeteiligung keine Investitionen in Kohlekraftwerke tätigen. Die Initiative richtet sich insbesondere gegen die zwei geplanten Kohlekraftwerke der Repower in Brunsbüttel/D und Saline Joniche/I, aber auch gegen zukünftige Investitionen von Unternehmen mit Kantonsbeteiligung. Der Kanton Graubünden ist mit einer Beteiligung von 46 Prozent der grösste Aktionär der Repower AG.

Katastrophal für das Klima

Die zwei von der Repower geplanten Kohlekraftwerke würden auf einem Schlag das 14-fache des gesamten jährlichen CO2-Ausstosses des Kantons Graubünden ausstossen. „Die  kantonale Energie- und Klimapolitik wird so zur Makulatur und verliert jegliche Glaubwürdigkeit“, kritisiert Anita Mazzetta, Geschäftsleiterin des WWF Graubünden. Mit ihrer expliziten Nichteinmischung in die Unternehmensstrategie der Repower, nehme die Regierung weder die Interessen des Kantons wahr, noch setze sie die Richtlinien für die Führung und Überwachung ihrer Beteiligungen um, doppelt SP-Grossrat Johannes Pfenninger nach: „Immerhin könnte die Regierung mit sechs von elf Verwaltungsräten der Repower Mandatsverträge abschliessen.“

Hochrisko-Investition auch für den Kanton

Beteiligungen an Kohlekraftwerken sind eine reine Finanzbeteiligung und dazu noch eine hochriskante, kritisiert der grünliberale Grossrat Jürg Kappeler. „Solch hohe Risiken, welche weder von Repower noch vom Kanton Graubünden beeinflussbar sind, können von privaten Akteuren eingegangen werden, nicht aber vom Kanton Graubünden.“ Mit der Versorgungssicherheit in der Schweiz haben die Kohlekraftwerke hingegen nichts zu tun. Obwohl Graubünden 7,5 Mio kWh aus Wasserkraft produziert, verkauft Repower den Bündner Stromkunden fast 99 Prozent Strommix aus Kernkraft, Kohle und anderen unüberprüfbaren Energien. „Der saubere Bündner Wasserstrom wird hingegen teuer im Ausland verkauft“,  kritisiert Tanya Schmid vom Verein Zukunft statt Kohle.

Schädlich für Mensch und Umwelt

Kohlekraftwerke stossen tonnenweise Schadstoffe aus. Besonders der Feinstaub und die giftigen Metalle wie Blei sind gesundheitsschädlich. „Kohlekraftwerke, die derart viel giftigen Müll produzieren, sind menschenverachtend und dürfen nicht gebaut werden“, fordert Hansjörg Bhend,  Präsident der Vereinigung Bündner Umweltorganisationen. Auch in den Abbaugebieten leiden Mensch und Umwelt unter dem Kohlestaub. „Bei den Kohlekraftprojekten geht es neben den Bedenken um den Umweltschutz auch um Menschenrechte“, mahnt Angelo Andina der Verda – Grünes Graubünden und erinnert an die Zwangsumsiedlungen, den Kulturlandverlust, den schlechten Arbeitsbedingungen und die Kinderarbeit in den Kohle-Abbaugebieten Kolumbiens.



Weitere Informationen:

WWF Graubünden, Anita Mazzetta, Geschäftsleiterin, Telefon:  081 250 23 00, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst. '; document.write( '' ); document.write( addy_text53372 ); document.write( '<\/a>' ); //--> Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst.
SP-Grossrat, Johannes Pfenninger, Telefon: 079 610 29 15, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst.
Parteipräsident und Grossrat GLP, Jürg Kappeler, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst.
Koordinator Verda - Grüne Graubünden, Angelo Andina, Telefon: 081 866 36 76, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst.
VBU, Hansjörg Bhend, Präsident , Telefon: 081 284 86 41, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst.
Verein Zukunft statt Kohle, Tanya Schmid, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst.

Bild: Braunkohlekraftwerk in Jaenschwalde/Cottbus (Langrock, Paul/Agentur Zenit).

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