Bern - Die Schweiz, Deutschland und Österreich haben sich auf eine gemeinsame Erforschung intelligenter Stromnetze verständigt. Dazu haben Christian Blickenstorfer, Botschafter der Schweiz in der Bundesrepublik Deutschland, beim E-Energy-Jahreskongress in Berlin mit Hans-Joachim Otto, Staatssekretär beim deutschen Bundeswirtschaftministerium und Ingolf Schädler, Bereichsleiter Innovation beim österreichischen Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Verwandte Themen| { Die Schweiz tut sich schwer, 16.10.09 } | | { CO2-Anstieg aus Menschenhand, 24.09.09 } | | { Der Atomlobby die Stirn bieten, 26.08.09 } | | { Bald wird Sonne getankt!, 24.07.09 } | | { Den Stromhunger reduzieren, 16.07.09 } | | { Effizienzpaket ungenügend, 24.06.09 } | | { Der Energiemix der Zukunft, 08.06.09 } | | { Europa vereint für Erneuerbare, 18.05.09 } | | { Bioenergie ist keine Lösung, 26.02.09 } | | { Auch Erneuerbare haben Grenzen, 20.02.09 } | | { Erneuerbare in der Welt durchsetzen, 23.01.09 } |
Wie die Bundesverwaltung berichtet, wollen die drei Länder mit dem "Memorandum of Understanding zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Erforschung & Entwicklung von IKT-basierten Energiesystemen der Zukunft in Deutschland, Österreich und der Schweiz" die Effizienz ihrer laufenden nationalen Initiativen und Förderprogramme durch eine trilaterale Kooperation deutlich verstärken. Denn die Stromversorgung stehe überall vor grossen Herausforderungen. Der stetig steigende Stromverbrauch, die zunehmende Substitution fossiler Energieträger durch Elektrizität, die Ausbreitung der Elektromobilität, der internationale Stromhandel im liberalisierten europäischen Markt und der starke Ausbau von erneuerbaren, dezentralen Produktionsanlagen verlangten nach Lösungen, die ein Höchstmass an Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit gewährleisten. Die dafür nötigen Lösungsansätze können laut Bundesverwaltung unter dem Begriff "Smart Grids" zusammengefasst werden. Mit "Smart" sei die Optimierung und intelligente Integration aller Stufen des Stromversorgungssystems gemeint, von der Erzeugung über den Transport, die Verteilung und Speicherung bis hin zur effizienten Nutzung des Stroms. Den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) komme dabei eine Schlüsselrolle zu. Insbesondere für die Schweiz, deren Forschungslandschaft auf dem Gebiet der elektrischen Energiesysteme verhältnismässig klein sei, leiste das neue Abkommen einen wesentlichen Beitrag zu einer intensiveren Forschungszusammenarbeit mit den beiden Nachbarstaaten. (eg)
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