Das Auktionsprogramm der Stiftung Klimarappen ist um ein Jahr verlängert worden. Sie kommt damit zahlreichen Anfragen zur Unterstützung weiterer Kohlendioxid-Emissionsreduktionsprojekte in der Schweiz nach. Neu werden auch im Jahr 2013 erzielte Kohlendioxid-Emissionsreduktionen abgegolten.
Die Stiftung Klimarappen führt 2009 zwei weitere Auktionen für Schweizer Kohlendi-oxid-Emissionsreduktionsprojekte durch. Projekte können bei der Stiftung bis zum 30. April sowie vom 1. bis 30. Oktober eingereicht werden. Fernwärme Gränichen Ein Beispielprojekt, welches die Stiftung Klimarappen unterstützt, ist das Fernwärmenetz mit Holzschnitzelheizung in Gränichen. Mit diesem Projekt wird beabsichtigt, den bestehenden Wärmeverbund zu erweitern durch die Speisung der bestehender Holzschnitzelfeuerung (460 Kilowatt) im Altersheim. Die vollständige Auslastung der bestehenden Holzschnitzelfeuerung im Altersheim kann durch die Wärmeeinspeisung in den bestehenden, zu 100 Pozent mit Erdgas betriebenen Wärmeverbund im Dorfzentrum, sichergestellt werden. An diesem Verbund angeschlossen sind Liegenschaften im Dorfzentrum mit Einkaufspassage und diversen kleineren Gewerbebauten, das Gemeindehaus und eine Schulanlage mit mehreren Gebäuden. Energiebedarf des Erdgaswärmeverbundes beträgt 2,1 Gigawattstunde. Bei optimaler Auslastung der Holzschnitzelfeuerung können rund zwei Drittel der insgesamt benötigten Energie von rund 3 Gigawattstunden bereitgestellt werden. Aufgrund des Gasminderbezuges ist eine Kohlendioxid- Reduktion von jährlich 320 Tonnen möglich. Unterstützung durch die Stiftung Klimarappen Die Holzschnitzelanlage liefert 1,8 Gigawattstunden pro Jahr. Dies entspricht einer Einsparung von rund 180'000 Normkubikmeter Erdgas. Im Zeitraum 2009 bis 2012 können somit 1’280 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Das Projekt wird von der Stiftung mit einer Abgeltung von 110'000 Franken unterstützt bei einer Investition von 1,5 Millionen Franken. Dank diesem Beitrag kann die Gemeinde den Wärmebezügern einem der Ergaswärme ebenbürtigen Wärmepreis anbieten.
Die Projekte müssen aus den Bereichen Treibstoffe, Raumwärme, Prozesswärme oder Abwärmenutzung stammen und in der Periode 2009 bis 2013 mindestens 1'000 Tonnen Kohlendioxid reduzieren. Die Betriebsaufnahme muss spätestens am 1. Januar 2011 erfolgen. Die näheren Bestimmungen und Kriterien finden sich in der Wegleitung zum Antragsformular, welches unter www.stiftungklimarappen.ch elektronisch einzureichen ist. Auslöser für den Beschluss der Stiftung, das Auktionsprogramm zu verlängern, waren die zahlreichen Anfragen zur Unterstützung weiterer Kohlendioxid-Emissionsreduktionsprojekte. Neu bezahlt die Stiftung auch für im Jahr 2013 erzielte Kohlendioxid-Emissionsreduktionen eine Abgeltung, um einen genügenden Anreiz für die Umsetzung von Projekten zu schaffen. Die Stiftung rechnet diese Emissionsreduk-tionen nicht an die Erfüllung ihres bestehenden Vertrages mit dem Bund an, sondern erwirbt sie als freiwillige Leitung im Dienste des Klimaschutzes. Von Mitte 2006 bis Ende 2008 hat die Stiftung in acht Auktionsrunden nahezu 300’000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionsreduktionen aus 62 Projekten ersteigert. Gegenwärtig sind im Inland rund 2,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionsreduktionen im Zeitraum 2008 bis 2012 vertraglich gesichert. Für weitere Informationen: Thomas Schmid, Leiter Inland Stiftung Klimarappen Freiestrasse 167, 8032 Zürich M +41 (0)79 829 71 05 T +41 (0)44 387 99 03 F +41 (0)44 387 99 09
|