Dossier: Sauberer Finanzplatz
Die Finanzmärkte sind aus eigenem Verschulden in eine tiefe Krise gerutscht. Viele Finanzhäuser arbeiten sich wieder in die Gewinnzone vor. Es wird schwieriger sein, verloren gegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen. Eine moderne Wirtschaft und eine moderne Gesellschaft brauchen funktionierende Finanzmärkte. Das geht aber nur, wenn die Finanzmärkte ihre Verantwortung wahrnehmen. Dazu gehören eine erhöhte Aufmerksamkeit für bisherige Nischenthemen wie Mikrofinanz und den Klimamarkt ebenso wie mehr Transparenz und Bescheidenheit in den Finanzhäusern selbst.
Hintergrund
Profitieren, wenn andere verlieren: Das Bankhaus Goldman Sachs ist für viele Amerikaner zum Symbol für alles Negative der Wall Street geworden. Goldman scheint immer zu gewinnen, was auch kommt.
von John Dyer, Boston , 26.04.2010
Die Krise der Finanzindustrie hat die ganze Weltwirtschaft in die Rezession gestürzt. Das soll sich nicht wiederholen. Eine übergrosse Risikofreude von Bankern soll Wirtschaft und Gesellschaft nicht mehr schaden können. Doch welche Regeln gebraucht werden, ist offen.
von Urs Fitze, Davos, 28.01.2010
Die Industrieländer bilden einen Fonds für den Klimaschutz in den ärmsten Ländern . Damit steht dem bisher kleinen Markt für internationale Klimaschutzprojekte ein starkes Wachstum bevor. Die Schweiz ist auf diesem Markt die globale Nummer zwei.
von Steffen Klatt, Kopenhagen, 23.12.2009
Vaduz - Regierung und Bankenverband wollen Liechtenstein zu einem Zentrum im Klimageschäft machen. Zum zweiten Mal haben nun ausländische Experten Einblicke in das Getriebe des CO2-Handels und des Geschäfts mit der Nachhaltigkeit gegeben.
von Steffen Klatt, Vaduz, 12.10.2009
Der Finanzmarkt steckt in einer Vertrauenskrise. Der gute Ruf vieler Banken und Finanzinstitutionen ist beschädigt. Weniger klar ist, wie das verlorengegangene Vertrauen wiederhergestellt werden soll.
von Steffen Klatt, Rüschlikon, 10.09.2009
Interviews
Der italienische Journalist Gianluigi Nuzzi deckt in einem Buch die Finanzmachenschaften im Vatikan auf. Dort wurde Geld gewaschen und vor Mord nicht zurückgeschreckt. Unter dem neuen Papst versucht der Vatikan sauberer zu werden - und die Skandale zu verschweigen.
von Roland Mischke, Berlin, 26.03.2010
Der Jesuitenpater Jörg Alt will mit einer internationalen Transaktionssteuer Finanzspekulationen eindämmen. Bis zum G20-Gipfel im Juni in Toronto sollen mehrere hunderttausend Unterschriften zusammenkommen.
von Claudia Kohlus, Berlin, 19.02.2010
Der CO2-Handel in Europa kommt laut Annette Detken allmählich in Schwung. Die weitere Entwicklung des Handels hängt aber vor allem von den Ergebnissen des Klimagipfels in Kopenhagen ab.
von Ulrich Glauber, Frankfurt, 04.12.2009
Erneuerbare Energien sind für Vermögensverwalter wie auch private Anleger gerade in Krisenzeiten ein attraktives Thema, sagt Jürgen Frick. Der Finanzplatz Liechtenstein habe gute Chancen, wenn er in „grünen“ Energien und im Klimamarkt aktiv werde.
von Steffen Klatt, Balzers, 03.12.2009
Nachhaltige Anlagen sind keine Modeerscheinung. Im Gegenteil: Sie haben Zukunft. Roger Ammoun glaubt, dass die Krise auch positive Folgen für den Cleantech-Markt hat.
von Yvonne von Hunnius, St. Gallen, 18.11.2009
Umwelt- und Energieaspekte sind immer häufiger ein Kriterium für Neubauobjekte. Investoren wollen an dieser Entwicklung teilhaben, sagt Jean-Claude Maissen.
von Nathalie Schoch, Zürich, 12.11.2009
Viele Akteure im Klimamarkt sind auf Wartstellung, sagt Christoph Sutter. Ohne eine Einigung beim Weltklimagipfel in Kopenhagen könnte der Schwung verloren gehen, der in den vergangenen Jahren entstanden ist.
von Steffen Klatt, St. Gallen, 11.11.2009
Mikrofinanz ist rentabel und sicher. Das sagt die Zürcher Unternehmerin Rosmarie Michel, die Ende der 70er Jahre zu den Pionieren des Mikrokredit-Geschäfts gehört hat. Die Wachstumschancen von Mikrofinanz sind grösser als die der klassischen Finanzmärkte in den Industrieländern.
von Steffen Klatt, Zürich, 28.10.2009
Der CO2-Markt wird durch die grossen Mitspieler dominiert, sagt Michael Novoszad. Doch auch für kleine und neue Anbieter ist noch Platz, wenn sie sich Nischen suchen. Der Markt wird in den nächsten Jahren weiter wachsen.
von Steffen Klatt, St. Gallen, 07.10.2009
Auch Pensionskassen haben im Vorfeld der Krise keine kritischen Fragen gestellt. Das sollte nach dieser Krise anders sein, sagt Paul Clement-Hunt. Nachhaltigkeit muss Teil der Anlagestrategie werden.
von Steffen Klatt, Rüschlikon, 24.09.2009
Finanzmärkte sollen riesige Mengen von Informationen transparent in Preisen abbilden. Doch in Zeiten von Blasen und Krisen versagen sie, sagt James Surowiecki.
von Steffen Klatt, Rüschlikon, 17.09.2009
Auf dem Finanzmarkt herrscht die Auffassung vor, dass die Krise in erster Linie durch falsche Vorgaben seitens der Politik ausgelöst worden ist, sagt Kai-Uwe Schanz. Verlorenes Vertrauen in den Markt kehre mit dem Aufschwung zurück, so die Hoffnung.
von Steffen Klatt, Rüschlikon, 16.09.2009
Die USA kämpfen im eigenen Land gegen die Steuerflucht. Doch die eigentlichen Leidtragenden sind die Entwicklungsländer, sagt John Christensen. Die Steuerflucht hindert sie an der Entwicklung.
von Katja Schaer, San Francisco, 09.09.2009
Die Krise verstärkt die Wende zur Nachhaltigkeit, sagt Rolf Jeker. Aber die Regierungen müssen die richtigen Rahmenbedingungen setzen und die Unternehmer die Chancen nutzen, die sich durch Nachhaltigkeit als Geschäft bieten.
von Steffen Klatt, Zürich, 17.08.2009
Der Kompromiss der UBS mit den US-Steuerbehörden könnte die Lage der Schweiz vorübergehend entschärfen, sagt Josef Lang. Der Finanzplatz Schweiz werde aber schrumpfen.
von Steffen Klatt, St. Gallen, 03.08.2009
Beiträge
«Islamic Banking» ist kein Nischenprodukt mehr. Auch Schweizer Banken wie UBS und CS verfügen heute über Scharia-konforme Anlagemöglichkeiten. Zum Erfolg des «Islamic Banking» beigetragen hat nicht nur die Finanzkrise, sondern auch die Diffamierung des Islams nach dem 11. September 2001.
von Stefan Leins, Universität Zürich, 12.01.2010
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Stimmen zu nachhaltigkeit.org

«Der Übergang in eine erneuerbare Energiezukunft hat längst begonnen. Daraus ergeben sich enorme unternehmerische Chancen. In der Management‑Aus- und Weiterbildung an der Universität St. Gallen leisten wir einen Beitrag zur Ebnung des Weges von 20:80 zu 80:20.»
Rolf Wuestenhagen, Lehrstuhl für Management Erneuerbarer Energien, Uni SG
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