Basel - Der Schweizer Tierschutz (STS) zeigt sich enttäuscht vom Entwurf des Bundesrats für eine Revision der eidgenössischen Jagdverordnung. Der Entwurf enthält laut einer STS-Medienmitteilung aus tierschützerischer Sicht nur marginale Verbesserungen und zementiert über weite Strecken den Status Quo. Mit seinem Entwurf für eine „Revision der eidgenössischen Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Tiere“ (JSV) hat es der Bundesrat nach STS-Ansicht verpasst, ein fortschrittliches und tierschutzkonformes Jagdgesetz zu schaffen. Obwohl der Schweizer Tierschutz mehrfach Gespräche mit dem Bundesrat und dem Bundesamt für Umwelt geführt habe, seien die Anliegen des Tierschutzes in der Vorlage weitgehend unberücksichtigt geblieben. Dazu gehörten die sechs Kernforderungen des STS an das neue Gesetz: - die Einführung von Schonzeiten für alle Tiere,
- die Einführung einer Schiesspflicht,
- klare Regelungen der erlaubten Schussdistanzen,
- das Verbot der Baujagd,
- Verbesserungen bei der Bewegungsjagd und
- die Führung einer öffentlichen Jagdstatistik
Der Schweizer Tierschutz STS fordert den Bundesrat mit Nachdruck dazu auf, die entsprechenden Korrekturen zum Schutz der Wildtiere anzubringen und dem Tierschutz auf der Jagd endlich den gebührenden Stellenwert zu geben. (ug)
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