Beim Ausstieg schneller brüten!

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Geschrieben von: Redaktion 31.05.11
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Berlin - Führenden Umweltorganisationen geht der von der deutschen Regierung beschlosssene Atomausstieg nicht schnell genug. Sie sprechen davon, dass das Kabinett Angela Merkel visionslos sei und eine historische Chance verpasst habe.

Die Koalition setze die Bundesdeutschen nicht nur länger als nötig dem Risiko eines Atomunfalls aus, sie drohe auch eine historische Chance zu verpassen, hiess es von Seiten der Deutschen Umwelthilfe (DUH). „Wenn es bei dem Beschluss von Sonntagnacht bleibt, wird es in Deutschland auf absehbare Zeit keinen gesellschaftlichen Konsens über die Energiepolitik geben“, prophezeite DUH-Geschäftsführer Rainer Baake.

„Die Koalition hat ihren Auftrag zur Energiewende nicht erfüllt“, wird WWF- Vorstand Eberhard Brandes in einer Mitteilung seiner Organisation zitiert. Es sei zwar gut, dass sich die Koalitionsparteien auf ein konkretes und verbindliches Ausstiegsdatum aus der Kernenergie geeinigt hätten und acht Meiler abgeschaltet bleiben. Allerdings enthalte die Vereinbarung völlig inakzeptable Elemente.

Ein Ausstieg aus der Kernkraft erst im Jahr 2022 ist für Greenpeace laut eigener Darstellung absolut inakzeptabel. Ein Ausstieg bis zu diesem Zeitpunkt sei icht der schnellstmögliche Ausstieg, den die Kanzlerin versprochen habae, sondern ein unverantwortlich langsamer Ausstieg, wird Tobias Münchmeyer, Energieexperte bei Greenpeace, in einer Medienmitteilung seiner Organisation zitiert. Merkel habe ihr Wort gebrochen und nichts aus Fukushima gelernt. Nach Berechnungen von Greenpeace wäre der schnellstmöglicher Atomausstieg in der Bundesrepublik innerhalb von vier Jahren „versorgungssicher möglich“. (ug)


 

 

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