Vorwärts im Schneckentempo

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Geschrieben von: Redaktion 27.05.11
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Wien - Greenpeace, Klimabündnis und Verbund haben in Wien bei einer Pressekonferenz einen schnelleren Einstieg in die E-Mobilität gefordert. Um Elektroautos auf die Strassen zu bringen, sei aktives Handeln notwendig - der Strom müsse aus 100 Prozent erneuerbaren Energien stammen. Das berichtet das Portal Ökonews.  

"Ein Schulterschluss aller Beteiligten ist hier notwendig, daher präsentieren wir das Thema in dieser ungewöhnlichen Allianz“, wird Wolfgang Anzengruber vom Verbund zitiert. Mehr Tempo bei der Einführung der E-Mobilität helfe bei Erreichung der Klimaschutz-Ziele Österreichs. Alexander Egit von Greenpeace sieht laut Ökonews dringenden Handlungsbedarf: "Österreich fährt noch mit angezogener Handbremse in Richtung Elektromobilität!"

"Es braucht einen gesetzlichen Fahrplan, der in erster Linie sicherstellt, dass Elektrofahrzeuge ausschliesslich mit Strom aus Erneuerbaren Energien betrieben werden, sonst droht der Fortschritt zum ökologischen Rückschritt zu werden", sind sich laut Ökonews die Umweltorganisationen und der Energieversorger einig. Eine gemeinsame Studie, die bis Herbst dieses Jahres erarbeitet werde sowie die Forderung nach einem Elektromobilitätsgipfel im Herbst sollten den Prozess unterstützen.

"In den Jahren 1990 bis 2010 stiegen die CO2-Emissionen im Verkehrssektor um rund 56 Prozent, dieser Entwicklung muss sich ändern", meint laut Ökonews Klimabündnis-Geschäftsführer Peter Molnar. "Nur wenn die Stromherkunft aus erneuerbaren Energien sicher gestellt ist, kann der Mobilitätswandel den positiven ökologischen Effekt haben, den man sich von ihm verspricht."

Der Umsetzungsprozess müsse vorangetrieben werden auf österreichischer wie auch auf europäischer Ebene. Direkte Förderung für E-Autos wünsche man sich nicht. Der Bundesverband nachhaltige Mobilität begrüsse die Initiative. Vernetzung sei auch für das Präsidium des Bundesverbands nachhaltige Mobilität ein wesentliches Thema. (eg)