Berlin - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert grundlegende Änderungen am "Regierungsprogramm Elektromobilität" der Bundesregierung. Andernfalls werde das Programm sein Ziel verfehlen, mit der Forcierung der Elektromobilität die nationalen CO2-Emissionen zu reduzieren und zur Verbesserung der Luftqualität insbesondere in den Innenstädten beizutragen, heisst es in einer DUH-Medienmitteilung. Verwandte Themen| { Hamburger Allianz pro Klima, 06.04.11 } | | { Elektrisierte Fuhrparkflotte, 21.02.11 } | | { Mobilitätslösung der Zukunft, 14.02.11 } | | { Das Tram macht Genf mobil, 14.01.11 } | | { Mobilität folgt Stadtplanung , 10.01.11 } | | { Paris auf Elektro-Überholspur, 15.12.10 } | | { Mit Strom kommt man weiter, 06.12.10 } | | { Strom statt Spritfresser, 26.11.10 } | | { Schweizer Elektroauto startbereit, 09.11.10 } | | { Weg von der Strasse, 02.09.10 } | | { Elektroauto erobert die Alpen , 10.06.10 } |
Der Kardinalfehler des Regierungsprogramms sei, dass es ausgerechnet die Förderung von Segmenten der Elektromobilität in den Mittelpunkt stelle, die entweder gar nicht, ineffektiv oder erst in ferner Zukunft wirken werden, erklärte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch nach DUH-Darstellung bei einer Anhörung vor dem zuständigen Bundestagsausschuss. So würde mit der Regierungsstrategie die Entwicklung von Personenwagen und Nutzfahrzeugen vorangetrieben werden, die aufgrund ihrer Leistungsbegrenzung auch auf lange Sicht ein Nischenprodukt bleiben und allenfalls als „Drittwagen“ eingesetzt würden. Dagegen solle es für bereits weit fortgeschrittene oder ausgereifte Technologien keine Unterstützung zur beschleunigten Markteinführung geben. Dringend notwendig und kurzfristig wirksam im Sinne von Klimaschutz und Luftreinhaltung ist nach Ansicht der Umweltschützer beispielsweise die Vollelektrifizierung der Schieneninfrastruktur in Deutschland und der Ausbau der kommunalen Elektromobilität in Gestalt von Strassenbahn und Oberleitungsbussen. "Das 'Regierungsprogramm Elektromobilität' behindert den Einstieg in die Elektromobilität mehr, als dass es sie fördert. Es zeigt eindrucksvoll, wie grosse Industrieunternehmen in Deutschland ungeniert das politische Handeln einer Bundesregierung im eigenen Firmeninteresse steuern", sagte Resch gemäss der Mitteilung seiner Organisation. Die Stellungnahme der Deutschen Umwelthilfe zur Anhörung des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages kann aus dem Internet geladen werden. (ug)
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