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Atomausstieg braucht Sonne

Geschrieben von: David Stickelberger, swissolar 25.05.11
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Swissolar, der Fachverband der Solarbranche, ist erfreut über den heutigen Bundesratsentscheid. Er weist darauf hin, dass mindestens die Hälfte des Atomstroms mit Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden erzeugt werden kann. Er fordert eine rasche Konkretisierung des Beschlusses, wobei die Deblockierung der kostendeckenden Einspeisevergütung eine zentrale Rolle einnimmt.

Mit grosser Genugtuung nimmt Swissolar den heutigen Bundesratsentscheid zum Atomausstieg zur Kenntnis. Damit gibt es nun endlich ein klares Signal zum Aufbau einer sicheren und zukunftstauglichen Energieversorgung. Störend ist allerdings, dass keine verbindlichen Termine zur Stillegung der einzelnen AKW genannt werden. Ein Umstieg auf eine hundertprozentige Stromversorgung mit erneuerbaren Energien ist bereits bis 2030 möglich.

Die Solarenergie-Branche ist bereit, den dafür erforderlichen Beitrag zu leisten. Swissolar-Präsident und Nationalrat Roger Nordmann sagt dazu: «12 Quadratmeter Solarzellen pro Kopf genügen, um die Hälfte des bisherigen Atomstroms zu ersetzen. Dieses Ziel können wir bereits 2025 ausschliesslich mit Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden erreichen, sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Auch die andere Anwendungsform der Solarenergienutzung, die Wärmeproduktion mit Sonnenkollektoren, ist ein wichtiger Bestandteil einer effizienten Energienutzung».

Nun braucht es die Unterstützung des Entscheids durch das Parlament in der Sommersession und eine rasche Umsetzung konkreter Massnahmen und Gesetzesvorlagen. Swissolar verweist auf das «10-Punkte-Programm der Wirtschaft für eine erneuerbare und effiziente Stromversorgung bis 2030», das von der AEE (Agentur für erneuerbare Energien und Energieeffizienz) mit Unterstützung der Branchenverbände erarbeitet wurde. Dringlichstes Anliegen ist der Verzicht auf Mengenbegrenzungen bei der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV, dem nachweislich wirksamsten Instrument zur Förderung der erneuerbaren Energien. Fast 7700 Photovoltaikanlagen stehen heute auf der KEV-Warteliste, die schon nach kurzer Bauzeit sauberen Solarstrom liefern könnten!

Weitere Informationen:
David Stickelberger, Geschäftsleiter Swissolar
Schweizerischer Fachverband für Sonnenenergie
Neugasse 6
CH-8005 Zürich
Tel.: +41 44 250 88 33
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst.

Bild: Daniel Thuli, Ilanz / Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES

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