Wien/Berlin - Kolumbien hat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ratifiziert. Damit bekennen sich nach einer Meldung von Glocalist bereits 100 Länder zur Umsetzung dieser Konvention in den nationalen Gesetzgebungen. "Ein wichtiger Meilenstein für Kolumbien und die globale Gemeinschaft", wird UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zitiert. "Wir müssen diese Konvention umsetzen und damit das Leben von Menschen mit Behinderungen konkret verbessern." In Österreich habe das Sozialministerium einen nationalen Aktionsplan für die Jahre 2011 bis 2020 zur Umsetzung dieses Übereinkommens entwickelt. Ziel sei, die Situation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Auf Vorschlag von 'Licht für die Welt' und anderen Hilfsorganisationen sollen darin auch die Kapitel „internationale Politik“ und "Entwicklungszusammenarbeit" behandelt werden, heisst es. Laut UN-Konvention müssen Menschen mit Behinderungen in die Planung, Umsetzung und Überprüfung von Entwicklungsprojekten gleichberechtigt einbezogen werden, schreibt Glocalist. Denn nur so könnten physische, soziale und kommunikative Barrieren beseitigt und die umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gewährleistet werden. Ein Drittel aller Kinder, die keinen Zugang zu Grundschulbildung haben, seien Kinder mit Behinderungen. Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist laut Glocalist überhaupt die erste, die eine spezifische Bestimmung enthält, dass sie auch im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit umgesetzt werden muss. Dies sei auch für die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs), dem grössten Entwicklungsprogramm der UNO, wesentlich. Ohne die Einbeziehung und Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen in allen Zielen, Programmen und Aktionsplänen der MDGs könnten diese nicht erreicht werden. Halbierung der weltweiten Armut bis 2015 und Bildung für alle – das seien die ersten beiden MDGs. Die EU ist damit die erste Staatengemeinschaft, die die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ratifiziert hat, heisst es. (eg)
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