Bonn - Die gemeinnützige Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien Eurosolar kritisiert, dass die Bundesregierung den Ausbau erneuerbarer Energien nicht beschleunigen will. In einem Zehn-Punkte-Sofortprogramm hatte EUROSOLAR konkrete Massnahmen zur Beschleunigung der Energiewende benannt.
Als völlig falsche Weichenstellung bezeichnete Vizepräsident Fabio Longo gemäss einer Eurosolar-Medienmitteilung, die EEG-Vergütung für günstigen Strom aus Windkraftanlagen an Land abzusenken und für teuren Off-Shore-Strom auf hoher See zu erhöhen: "Das Zugpferd der Energiewende ist die Windkraft an Land. Für diese Energiequelle bestehen noch grosse Potenziale, mit denen über 50 Prozent des Strombedarfs in Deutschland gedeckt werden können", werden Droege und Longo zitiert.
Mit den beabsichtigten Massnahmen zur Vergütungskürzung für die On-Shore-Windkraft könnten nach Eurosolar-Berechnung rund die Hälfte aller bisher geeigneten Windenergiestandorte wegfallen. Dies sei verantwortungslos und widerspreche den vorgeblichen Zielen der Bundesregierung für die Energiewende. (ug)