Nachhaltiger wohnen

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Geschrieben von: Redaktion 19.05.11
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Bern - Die Bundesämter für Energie (BFE) und für Raumentwicklung (ARE) haben das Werkzeug "Nachhaltige Quartiere by Sméo" entwickelt, das kostenlos aus dem Internet herausgeladen werden kann. Das Instrument, das in Zusammenarbeit mit dem Kanton Waadt, der Stadt Lausanne und dem Schéma directeur de l’Ouest lausannois (SDOL) entstanden ist, soll einer gemeinsamen Medienmitteilung der beiden Ämter zufolge Gemeinden und anderen interessierten Kreisen als Entscheidungshilfe bei der Entwicklung von nachhaltigen Quartieren dienen.

 

Das BFE und das ARE haben laut der Medienmitteilung im Bemühen zur Förderung von nachhaltigen Quartieren im Juni 2009 ein Projekt für die Entwicklung eines Werkzeugs lanciert, das die Gestaltung solcher Quartiere vereinfachen soll. Ziel sei, ein gemeinsames, nationales Werkzeug zu schaffen ist. Der Bund habe deshalb beschlossen das neue Werkzeug mit dem ARE-Modellvorhaben "Des quartiers durables pour l'agglomération lausannoise" zu verbinden.

Das Werkzeug "Nachhaltige Quartiere by Sméo" ist nach diesen Angaben so konzipiert, dass es in den verschiedenen Phasen der Quartiergestaltung eingesetzt werden kann - angefangen bei der Initiierung über die Erstellung eines Masterplans oder eines Quartierplans bis hin zur praktischen Umsetzung. Die Kriterien für die Berücksichtigung der drei Säulen der nachhaltigen Entwicklung könnten qualitativer oder quantitativer Natur sein. Das frei zugängliche Open Source Programm Smeo stellt nach Darstellung seiner Organisatoren einen Roten Faden des nachhaltigen Bauens dar.

Im Jahr 2010 wurde das Werkzeug "Nachhaltige Quartiere by Sméo" in sechs Pilotquartieren und in unterschiedlichen Entwicklungsstadien getestet: im Quartier de la Jonction in Genf, im Ecoparc in Neuchâtel, im Bullingerquartier in Zürich, im Dreispitz in Basel und Münchenstein, in Malley auf den Gemeindegebieten von Lausanne, in Prilly und Renens sowie in Les Plaines-du-Loup in Lausanne. Aufgrund dieser Erfahrungen konnte lkaut BFE und ARE das Tool fertig gestellt werden und steht seit dem 18. Mai 2011 unter den folgenden Webseiten zur Verfügung:

Zur Unterstützung der Gemeinden, welche nachhaltige Quartiere erstellen wollen, bieten das BFE und das ARE gemäss ergänzenden Angaben der beiden Ämter seit diesem Mittwoch das Programm BFE/ARE Nachhaltige Quartiere an. Dieses Förderprogramm umfasse Massnahmen wie beispielsweise die technische Begleitung von Gemeinden, die Organisation eines Erfahrungsaustausches, damit das Tool möglichst bedürfnisgerecht angepasst werden könne, sowie die Ausbildung von Beratern und Beraterinnen für nachhaltige Quartiere. Das Werkzeug ist im Programm EnergieSchweiz für Gemeinden integriert und wird ab 2011 als neues Werkzeug im Prozess zur Energiestadt aufgeführt sein.

Im Rahmen des Projekts nachhaltige Quartiere veröffentlichen das ARE und das BFE eine Broschüre mit dem Titel: "Nachhaltige Quartiere, Herausforderungen und Chancen für die urbane Entwicklung." Sie wurde von Emmanuel Rey, Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne und den Architekten Bauart verfasst. Die Publikation setzt einen allgemeinen Rahmen für die Anwendung des Tools "Nachhaltige Quartiere by Sméo". Sie kann unter der Artikelnummer  812.092.d unter www.bundespublikationen.admin.ch bestellt werden. (ug)


 

 

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