Berlin - Trotz des geplanten Atomausstiegs strebt die Bundesregierung keinen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland an. Das geht aus dem Entwurf für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor, der laut einer Meldung in Greenpeace-Magazin.de der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach hält die Regierung am Ziel fest, dass bis 2020 rund 35 Prozent des Stroms aus Sonnen-, Wasser- und Windkraft oder Biomasse gewonnen werden soll. Das EEG soll im Zuge von Atomausstieg und Energiewende reformiert werden. Verwandte Themen| { Sonne ist das Wasser der Zukunft, 16.05.11 } | | { Die Akzeptanz für Windkraft wächst, 18.04.11 } | | { Trassen-Ausbau ist unvermeidlich, 01.04.11 } | | { Energiewende jetzt einleiten!, 28.03.11 } | | { Die Technik für den Umstieg ist da, 18.03.11 } | | { Erneuerbare können AKWs ersetzen, 16.03.11 } | | { Ökostrom wird wettbewerbsfähig, 13.01.11 } | | { Erneuerbare Ziele realistischer, 11.01.11 } | | { Solarstrom wird billiger, 19.11.10 } | | { Übergangszeit wird anstrengend, 10.09.10 } | | { Deckel angehoben, 18.06.10 } | | { Obama will endlich Energiewende, 16.06.10 } |
Das 35-Prozent-Ziel war gemäss der Meldung in Greenpeace-Magazin.de schon vor der Verlängerung der Atomlaufzeiten verankert worden. Bis 2030 soll der Anteil auf 50 Prozent, bis 2040 auf 65 Prozent und bis 2050 auf mindestens 80 Prozent steigen, heisst es in dem Papier. Insgesamt will die Regierung laut diesen Angaben erreichen, dass die Ökoenergien - derzeit vom Verbraucher mit 3,5 Cent pro Kilowattstunde bezuschusst - schneller marktfähig werden und sich selbst tragen. Bei der Förderung setzt die Regierung einen Fokus auf bestimmte Energieformen wie Windkraft auf See; bei anderen - etwa der Biomasse - soll es Kürzungen geben. Zwischen 2012 bis 2030 steigen wegen des zunehmenden Ökoenergie-Ausbaus die Kosten für die Verbraucher um etwa 3,5 Milliarden Euro, heisst es Greenpeace-Magazin.de zufolge in dem Entwurf. "In der EEG-Umlage schlägt sich dies nur geringfügig mit einem Anstieg von maximal 0,2 Cent pro Kilowattstunde nieder", werde betont. Dies zahlten die Bürger über den Strompreis mit. (ug)
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