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Geschrieben von: Redaktion 18.05.11
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Brüssel – Erste zehn Unternehmen haben bei der Europäischen Business & Biodiversity Kampagne einen Biodiversitätscheck durchlaufen – und somit praktische Hilfestellung für ihr Management erhalten. Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Branchen und nehmen dort führende Stellung ein, wie die TUI im Reise- und VAUDE im Outdoorbereich oder die Fraport als Flughafenbetreiber, schreibt das Portal Business-Biodiversity.

Die Wirtschaft profitiere in jeder Branche von den Leistungen der Natur, dabei verursachten aber die unternehmerische Aktivitäten erhebliche Belastungen für Ökosysteme und damit die Allgemeinheit. Allein durch die Vernichtung von Wäldern beliefen sich die gesamtwirtschaftlichen Kosten des Biodiversitätsverlustes laut der TEEB-Studie weltweit auf 4,5 Billionen Dollar pro Jahr.

Einige Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und investierten bereits – wie zum Beispiel Puma – in die Berechnung, Erfassung und Bilanzierung von Umwelteinflüssen, heisst es. Nachdem die deutsche Initiative "Biodiversity in Good Company" 2010 ein Handbuch für Biodiversitätsmanagement veröffentlicht habe, steige nun die Nachfrage nach dem auf das Unternehmen zugeschnittenen Biodiversitätscheck, angeboten von einer EU finanzierten Kampagne und getragen von renommierten Partnern wie z.B. dem Global Nature Fund (GNF). Dabei würden alle Funktionsbereiche – vom Management, Einkauf, Beschaffung, Produktion und Logistik bis zu Marketing und Personal unter die Lupe genommen.

Unternehmen, die sich frühzeitig mit ihren Umweltauswirkungen beschäftigen, haben einen Vorsprung im Wettbewerb und nehmen gleichzeitig rechtliche Anforderungen vorweg, schreibt Business-Biodiversity. Insbesondere Betriebe, die das Umweltmanagementsystem EMAS bereits in ihre Strategie integriert hätten, seien verpflichtet, über das Thema zu berichten, denn seit 2010 weise EMAS Biodiversität als einen der Schlüssel-Performance-Indikatoren aus.

Mit den Ergebnissen aus dem Biodiversitätscheck sollen die Unternehmen zielgerichtet Massnahmen in Angriff nehmen können, um negative Auswirkungen auf Artenvielfalt und Ökosysteme zu reduzieren – oder noch besser – gar nicht erst entstehen zu lassen, heisst es. Dies sei auf lange Sicht nicht nur von Vorteil für Umwelt und Gesellschaft, sondern auch ganz konkret für das Unternehmen.

Der Biodiversitätscheck habe nicht die Tiefe einer Umweltverträglichkeitsprüfung und vergebe kein Zertifikat oder Label. Der Check sei vertraulich, d.h. Probleme und mögliche Barrieren könnten offen diskutiert werden. Für das Unternehmen gingen keine Verpflichtungen mit dem Check einher – auch nicht dazu, weiter am Thema zu arbeiten. (eg)

 



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