Altdorf – Die Alpen-Initiative hat sich sehr erfreut darüber gezeigt, dass das Urner Wahlvolk eine 2. Röhre am Gotthart abgelehnt hat. Sie fordert den Bund auf, während der Sanierung des Strassentunnels einen Verlad für Autos und Lastwagen einzurichten, wie er das bereits vorgeschlagen hat. Das schreibt das Presseportal. Die Alpen-Initiative wiederhole auch die Forderung, mit der Verlagerung der alpenquerenden Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene endlich vorwärts zu machen. Eine 2. Röhre wäre die schlechteste Massnahme gewesen, um die Sanierungszeit zu überbrücken, schreibt Presseportal. Bundesrat und Parlament hätten diesen Entscheid aus Uri bei der Behandlung der parlamentarischen Vorstösse, die eine 2. Röhre forderten, zu berücksichtigen. "Der Bundesrat ist aber auch aufgefordert, bei der Sanierung des Gotthard-Strassentunnels besser auf die Bedürfnisse der betroffenen Kantone rund um den Gotthard zu achten", wird Fabio Pedrina zitiert, Präsident der Alpen-Initiative und Tessiner Nationalrat. Die Urner Bevölkerung hat mit 56,9 Prozent klar die Initiative der Jungen SVP für eine 2. Röhre am Gotthard abgelehnt. Der regierungsrätliche Gegenvorschlag, welcher auch eine 2. Röhre vorgesehen hat – mit Stilllegung der alten Strassenröhre –, wurde sogar mit 68,6 Prozent verworfen, schreibt Verkehrsclub Schweiz (VCS) in einer Pressemitteilung. Auch er zeigte sich mit dem Abstimmungsergebnis hoch zufrieden. Damit habe das Stimmvolk Weitsicht bewiesen und seine konsequente Haltung beim Schutz des Alpengebiets vor dem Transitverkehr bewahrt. (eg)
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