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Geschrieben von: Redaktion 12.05.11
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Hamburg - Ob ihre Stadt ökologisch gut aufgestellt ist, machen viele Bürger vor allem an den Massnahmen für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) fest. Ebenso wichtig für das Umweltimage sind die Förderung erneuerbarer Energien sowie die städtischen Informationsangebote. Das sind zwei zentrale Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des Competence Centers für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, HAW Hamburg, und der strategischen Kommunikationsberatung fischerAppelt, advisors, schreibt das Portal Proplanta.

Befragt worden seien rund 1.000 Personen in Berlin, Hamburg, Köln, München und Frankfurt/Main zum Nachhaltigkeitsimage ihrer Stadt sowie zu den Energieversorgern vor Ort. Die meisten Umfrageteilnehmer hätten den öffentlichen Personennahverkehr in ihrer Stadt positiv bewertet. Besonders zufrieden sind die Münchner und Hamburger: 78 Prozent stufen das ÖPNV-Angebot in der bayerischen Landeshauptstadt als "sehr gut" oder "gut" ein, heisst es. In Hamburg seien es 75 Prozent, in Berlin 70 und in Frankfurt 68 Prozent. Köln liege in dieser Kategorie mit 51 Prozent abgeschlagen auf dem letzten Rang.

"Die deutschen Bürger wünschen sich ein hohes Umwelt-Engagement von ihren Städten", wird Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des CC4E an der HAW Hamburg zitiert. "Für die Politik entsteht daraus ein wichtiger Handlungsauftrag."

Ähnlich stark wie der ÖPNV beeinflusst das Thema erneuerbare Energien das Nachhaltigkeitsimage von Grossstädten, schreibt Proplanta. Allerdings sehe die Mehrheit der Befragten (64 Prozent) bei der Förderung erneuerbarer Energien städteübergreifend besonderen Handlungsbedarf.

Ob eine Stadt bei ihren Bürgern einen guten Ruf in Sachen Nachhaltigkeit hat, hänge auch davon ab, wie intensiv sie ihre Bürger informiert. Die Umfrage zeige, dass hier noch viel Potenzial besteht - 70 Prozent der Bürger in deutschen Grossstädten wünschten sich, stärker zu Umweltthemen informiert zu werden.

Die Studie zeige, dass sich Verbraucher mit wachsendem Umweltinteresse auch stärker mit dem Thema Energieversorgung auseinandersetzten. "Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit werden als Imagetreiber immer bedeutsamer", sagt laut Proplanta Fabian Brandt, Managing Director bei fischerAppelt, advisors. "Davon können vor allem Anbieter profitieren, die Umweltkompetenz beweisen und das Vertrauen der Verbraucher erlangen. Nach den Ereignissen in Japan dürfte sich dieser Anspruch noch verstärkt haben." (eg)

 

 

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