Wien - Der österreichische Caritas-Präsident Franz Küberl spricht sich für die Wiedereinführung tritt für einen Mindestlohn von monatlich 1.200 Euro zur Armutsbekämpfung ein. Im österreichischen Rundfunk ORF sagte der Vorsitzende der katholischen Sozialorganisation, der Mindestlohn solle zumindest 50 Prozent über der Ausgleichszulage der Altersversorgung liegen. Das wären etwa 1150 oder 1200 Euro monatlich für eine Vollzeitbeschäftigung. An die Adresse der christlich-konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP) richtete Küberl nach Darstellung der Wiener Zeitung "Die Presse" die Empfehlung, dass ihr Eintreten für Leistungsgerechtigkeit auch einen gerechten Lohn beinhalten müsse. Zu beachten sei nach Ansicht des Caritas-Präsidenten nicht nur die Leistungs- sondern auch die Verteilungs- und die soziale Gerechtigkeit. In diesem Sinne trat Küberl laut "Presse" für eine Wiedereinführung der Erbschaftssteuer ein. Bei Pflege-Angehörigen gehe ein Gutteil des Erbes drauf, "andere können mit der Erbschaft auf die Malediven fahren". Mit den Veränderungen im neuen Fremdenrecht ist der Caritas-Präsident laut "Presse" nur "marginal zufrieden". Beim Thema Asyl halte er die Möglichkeit der Ausweitung der Schubhaft und dass Minderjährige in Schubhaft genommen werden könnten, ebenso für "schwierige Punkte" wie die Anhaltung der Asylwerber bis zu sieben Tage. Letzteres bedeute nur eine Aufblähung der Bürokratie, die viel Geld kosten und nichts bringen werde. (ug)
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