Gewürfelte Energiegewinnung

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Geschrieben von: Redaktion 06.05.11
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Konstanz – Ein solares Vorzeigeprojekt geht in der Bodensee-Stadt Konstanz seiner Vollendung entgegen. Die Stadtwerke Konstanz haben gemäss einer Medienmitteilung Ende April an der Südseite ihres neuen Kundenzentrums mit einem grossen Autokran eine Photovoltaik-Fassade installiert. Sie wurde eigens für den sogenannten Energiewürfel entwickelt, dessen Fassade rundum aus Glas besteht. Das Besondere daran: Die Glasfelder erzeugen Strom und sind gleichzeitig lichtdurchlässig, so dass sie als Fenster dienen.

Der Energiewürfel ist laut der Mitteilung des Konstanzer Unternehmens eines der ersten Plus-Energie-Gebäude in Deutschland, das gewerblich genutzt wird. Auf dem Dach und an der Süd-Fassade erzeugen Photovoltaikanlagen Strom. Die Photovoltaikmodule für den Energiewürfel konnten nach Darstellung der Stadtwerke Konstanz erstmalig weltweit in einer Grösse von drei mal vier Metern umgesetzt werden.

"Für die Fassade hat unser Planungsteam ein besonders innovatives Konzept entwickelt", wird Arnold Wild, Architekt und Leiter Bau und Immobilien der Stadtwerke, in der Mitteilung zitiert. Sonnenschutzlamellen, die das Licht lenken, sollen viel Helligkeit ins Haus bringen. Das Ziel sei, so wenig Kunstlicht wie möglich zu benötigen. Bei Bedarf habe die Fassade die Aufgabe, die Sonnenenergie auch zur Wärmeerzeugung einzufangen. Das Kundenzentrum soll im kommenden Juli in Betrieb gehen.  

Die Photovoltaik-Fassade des Gebäudes wurde von dem niederösterreichischen Unternehmen ertex solar geliefert. Die lichtdurchlässigen Photovoltaik-Module haben nach dessen Angaben die Abmessungen von maximal 2.988 mal 3.911 Millimeter pro Paneel. Dementsprechend hoch auch die Leistung pro Modul mit maximal 1,246 Kilowattpeak (kWp). Dies sei absoluter Rekord in der Photovoltaik. Aber nicht nur die Leistung, auch das Gewicht sprenge alle Superlative. In dreifach Isolierverglasung mit Glaspaketen von bis zu 64 Millimetern bringt es das grösste Modul auf 1.014 Kilogramm. Die Gesamtinstallation belaufe sich auf 23,2 kWp und habe zudem aufgrund der Verwendung semitransparenter Zellen der Konstanzer Firma  sunways eine Transparenz von rund 22 Prozent. (ug)



 

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