Aachen macht mobil

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Geschrieben von: Redaktion 06.05.11
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Aachen- Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) in Aachen hat mit einem StreetScooter ein neues Kapitel einer bezahlbaren wie umweltfreundlichen E-Mobilität aufgeschlagen. In enger Kooperation mit der mittelständischen Industrie, Designern, Entwicklern und Konstrukteuren hat Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker vom Lehrstuhl für Produktionsmanagement eine neue Form von Elektrofahrzeug entwickelt. Das Konzept umfasst ebenso innovative Fahrzeugideen und Produktionsweisen wie neuartige Wege des Batteriemanagements und der -finanzierung. Das berichtet die RWTH in einer Medienaussendung.

Rund 5.000 Euro plus Batterieleasing solle das E-Mobil made in Aachen kosten, wenn es nach einer Kleinserie von 2.000 Exemplaren in die Serienproduktion geht. Alle beteiligten Unternehmen und Forschergruppen testen nach RWTH-Angaben auf einer offenen Technologieplattform die Rahmenbedingungen einer markenlosen Fahrzeugentwicklung. Die Durchgängigkeit der Forschung bis hin zur Fertigung sei für Maschinenbauer wichtig, denn dadurch sei nicht nur gewährleistet, dass die gesamte Prozesskette in allen ihren Facetten und gegenseitigen Beeinflussungen durchdrungen werde. „Wir betreiben hier eine Qualifizierung des Mittelstandes, indem wir das technologische Rüstzeug für den Automobilbau der Zukunft mit ihm entwickeln“, wird Kampker zitiert.

So könnten sich  bei dem Projekt Firmen als Mitgesellschafter mit finanziellem Einsatz einbringen und dafür neben der konkreten Kooperation auch an der Projektgestaltung mitwirken. Die Unternehmen könnten andererseits mit Teilprojekten einsteigen, oder die KMUs könnten sich mit einzelnen Aufgaben und Fragestellungen kleineren Umfangs auf zeitlich befristeter Basis beteiligen.

Bei den momentan auf dem Markt verfügbaren Elektrofahrzeugen handele es sich meist um umgerüstete Modelle. Die Aachener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen laut der Medienaussendung einen anderen Weg: Der StreetScooter sei ein vollständig neu entwickeltes Fahrzeug, das nach den Prinzipien des Purpose-Designs konzipiert werde. Ziel sei es, ein zuverlässiges und sicheres Auto für die urbane Nutzung zu entwickeln, das bezahlbar sei und gleichzeitig Fahrspass biete. Dabei bringen RWTH-Experten unterschiedlicher Disziplinen ihr Fachwissen ein, heisst es.

Die nutzungsorientierte Herangehensweise und die enge Zusammenarbeit mit den Industriepartnern führe zu einer Vielzahl innovativer Lösungen. Dabei hätten alle von Anfang an die Kosten im Blick gehabt.

Auch in Sachen Komfort und Sicherheit würden die Fahrerinnen und Fahrer des StreetScooters keine Abstriche machen müssen. Das Fahrzeug sei mit zwei Front-Airbags sowie ABS und ESP ausgestattet. Mit einer Batterie-Spannung von 60 Volt bestehe zudem im Falle eines Unfalls keine Gefahr für Rettungskräfte, und auch das Servicepersonal in den Werkstätten brauche keine spezielle Ausbildung.

Das modulare System ermögliche künftig eine Modellpalette vom kompakten Zweisitzer oder Cabrio bis zum Nutzfahrzeug. Gemäss dem innovativen Produktionskonzept werde der StreetScooter mit 20 statt der üblichen 100 Montagestationen auskommen. (eg)


 

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