Faire Gemischtwaren

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Geschrieben von: Redaktion 05.05.11
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Bonn - Der Umsatz mit Fair-Trade-Waren hat im vergangenen Jahr in Deutschland um 27 Prozent zugenommen. Damit hält das zweistellige Wachstum bereits im siebten Jahr an. Das gab der Verein TransFair in Bonn bekannt. Wie das Portal Proplanta berichtet, haben Kaffee, Säfte oder Blumen mit Fair-Trade-Siegel ihren Weg aus Dritte-Welt- oder Bioläden in fast jeden Supermarkt gefunden.

Trotz des wachsenden Interesses der Konsumenten bleibe Fair-Trade ein Nischenmarkt: Selbst beim traditionellen Aushängeschild Kaffee liege der Marktanteil den Angaben von TransFair zufolge nur bei etwa zwei Prozent. 2010 hätten Verbraucher in Deutschland insgesamt Fair-Trade-Produkte im Wert von rund 340 Millionen Euro gekauft. Dies zeige, dass sich die Menschen "aktiv für bessere Lebens- und Umweltbedingungen in den Ländern des Südens einsetzen" wollten, sagte laut Proplanta der TransFair-Vorstandsvorsitzende Heinz Fuchs. Immer mehr Verbraucher hinterfragten die Erzeugungsbedingungen ihrer Konsumgüter.

An der Spitze liegt weiterhin Kaffee, dessen Absatz im vergangenen Jahr deutlich um 26 Prozent zulegte, heisst es. Besonders stark seien die "Kaffee-zum-Mitnehmen"-Angebote, etwa in Bäckereien (plus 49 Prozent) angewachsen. Es folgten dann Blumen (meist Rosen aus Kenia und Tansania), Säfte, Bananen und Textilien. Mehr als 180 Lizenznehmer in über 30.000 Supermärkten, Bioläden und Weltläden sowie rund 18.000 gastronomische Einrichtungen würden in Deutschland mittlerweile fair gehandelte Produkte anbieten. "Es gibt kaum noch ein Geschäft, wo Fair-Trade-Produkte nicht zu finden sind", wird TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath zitiert.

Statt multinationalen Nahrungsmittelkonzernen sollen vor allem Bauernfamilien in ärmeren Ländern von dem Konzept profitieren, schreibt Proplanta. Sie erhalten laut dem Bericht etwa langfristige Lieferverträge und Mindestabnahmepreise, die ihre Existenz sichern sollen. Allein bei Kaffee nutzten mehr als 444.000 Kleinbauern auf drei Kontinenten den Fair-Trade-Handel, der von einer international tätigen Zertifizierungsorganisation kontrolliert werde. Sie soll sicherstellen, dass soziale und ökologische Standards eingehalten werden, heisst es. (eg)

 

 

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