Paris/Berlin - Nach einer Verdreifachung der gesamtinstallierten PV-Kapazitäten hat die französische Regierung die Photovoltaik-Förderung drastisch eingeschränkt. Gemäss einer Mitteilung der Exportinitiative des deutschen Wirtschaftsministeriums wurde die Höhe der Subventionen stark herabgesetzt und eine jährliche Ausbauobergrenze eingeführt. Seitdem gelten vor allem für grössere PV-Projekte deutliche Einschränkungen.
Trotzdem gibt es laut Darstellung der deutschen "Exportinitiative" auch gegenwärtig noch einige ambitionierte Vorhaben und Förderprogramme, die den französischen PV-Markt - vor allem in Südfrankreich weiter voranbringen sollen. So fördere die Europäische Investitionsbank (EIB) den Ausbau von PV-Kapazitäten in der Region Languedoc-Roussillon im Südwesten mit 400 Millionen Euro. Die Region gehöre aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen, neben Pays de la Loire, das mit dem Loiretal im Norden ein relativ mildes Klima aufweist, und der Provence-Alpes-Côte d’Azur im Südosten, zu den drei Gebieten mit lukrativen Standorten für Solarparks. Mit Hilfe der finanziellen Mittel sollen bis 2014 200 Megawatt (MW) an PV-Kapazität neu installiert werden.
Darüber hinaus errichtet die deutsche Phoenix Solar AG momentan einen Zwölf-MW-Solarpark in Le Castellet im Département Var. Das Unternehmen wurde gemäss "Exportinitiative" von einem Joint Venture aus dem geschlossenen Fonds InfraClass Energie 5 der KGAL und der französischen CRYO SARL beauftragt. Es werde das bis dahin grösste PV-Projekt der Phoenix Solar AG ausserhalb Deutschlands sein – allerdings könne das PV-Kraftwerk noch auf der Basis der nunmehr veralteten Förderbedingungen betrieben werden. (ug)