Bereits während dem Bau der Umwelt Arena geniessen Umweltschutz und schonender Umgang mit Ressourcen höchste Priorität. Als weltweit erste Grossbaustelle mit CO2-neutralem Baustellenbetrieb setzt sie den Massstab. Eine Zwischenbilanz nach 12 Monaten Bauzeit.
Dank enger Kooperation und ständigem Dialog mit ihren Partnern, sowie der stetigen Optimierung der Abläufe und Flexibilität aller Beteiligter gelingt es der Umwelt Arena die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit während der Bauzeit laufend zu verbessern. Kommen nachhaltig optimierte Produkte auf den Markt, werden sie möglichst umgehend eingesetzt. Die Umwelt Arena setzt bereits Öko-Stahlbeton, CO2-reduzierten Zement sowie Recyclingkies ein und wird so zum Referenzprojekt energieeffizienter Bauweise. Ausgeklügelte Logistik: Anfang März 2011 wurde die letzte Kubatur ausgehoben. Insgesamt ca. 200 000 Tonnen kiesiges Material (80‘000 m3) wurde ins nahe gelegene Betonwerk der Agir AG transportiert, aufbereitet und als Beton wieder der Baustelle der Umwelt Arena zugeführt. Beton mit Zement als Bindemittel generiert üblicherweise grosse Mengen an CO2. Deshalb suchte die Umwelt Arena nach Partnern, die hier Abhilfe schaffen konnten. Tatsächlich ermöglichten die Agir AG zusammen mit der Holcim (Schweiz) AG, zwei Firmen denen Nachhaltigkeit wichtig ist, dass die Umwelt Arena als erste Grossbaustelle bereits im Februar 2011 den neuen, CO2-reduzierten Zement „Optimo 4“ von Holcim einsetzen konnte. Dabei hilft die Nutzung von gebranntem Schiefer, die CO2-Emissionen stark zu senken. Pro Jahr spart die Holcim Schweiz mit diesem Produkt 125 000 Tonnen CO2 – so viel, wie eine Stadt mit 20 000 Einwohnern verursacht. Zudem wird der energieintensive Anteil an Klinker im Zement reduziert. „Deshalb hat sich die Umwelt Arena für Optimo 4 entschieden. Die einfachere Verarbeitung ist ein weiterer Vorteil“, erklärt Martin Nef, Leiter Bau, W. SCHMID AG. Marino Crescionini von der Agir AG fügt an: „Wir hoffen, dass das vorbildliche Vorgehen der Umwelt Arena im Einsatz von optimierten Baustoffen Signalwirkung hat und zahlreiche Nachahmer finden wird.“Zusätzlich verarbeitet die Umwelt Arena Recyclingkies, der aus Strassenkofferungen oder Betonab-brüchen hergestellt und als RC-Beton (Recyclingbeton) für Sauberkeitsschichten oder für geringer belastete Bauteile eingesetzt werden kann. Für den Bau wird auch Öko-Stahl eingesetzt, der aus Schrott gewonnen wird und dessen Herstellung 70 % weniger Energie verbraucht und 85 % weniger CO2 verursacht als die Produktion von Primärstahl. Stahl, eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung, ist ein Naturprodukt und enthält keine chemischen Zusatzstoffe. Er kann zu 100 Prozent und ohne Qualitäts-einbussen immer wieder recykliert werden. Stahl lässt sich aber auch vielseitig einsetzen und eignet sich hervorragend für die innovative, eigenständige und umweltbewusste Architektur der Umwelt Arena. So finden Ästhetik und Ökologie perfekt zusammen. Auch der Einsatz umweltfreundlicher, mit Biodiesel (z.B. gebrauchtes Pommes-Frites-Öl oder Tierfett) betriebener Baumaschinen sowie Bio- und Erdgas-betriebener Lastwagen, der Einsatz eines Windra-des auf dem Baukran und Photovoltaikanlagen auf den Baubaracken tragen zum guten Abschneiden der CO2-Bilanz des Baustellenbetriebs bei. Dank dem Zusammenspiel aller Massnahmen kommt die Umwelt Arena ihrem selbst vorgegebenen Ziel eines CO2-neutralen Baustellenbetriebs aus eigener Kraft, also ohne viel mit Zertifikaten kompen-sieren zu müssen, immer näher. Die Umwelt Arena ist ab 2012 die zentrale Plattform für Unternehmen, die sich mit Nachhaltigkeit und Umwelttechnik befassen.
Weitere Informationen: Interessierte Unternehmen und Organisationen, die sich in Bereichen wie nachhaltiger Lebensstil, Energieeffizienz oder IT und Kommunikation engagieren und sich in einem adäquaten Umfeld präsentieren möchten, melden sich unter Tel.: +41 44 809 71 71, www.umweltarena.ch
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