München - Siemens hat einen Industriecomputer vorgestellt, der gerade einmal so gross ist wie eine Milchtüte. Der Winzling braucht laut einer Unternehmensmitteilung in den Schaltschränken von Industrieanlagen weniger Platz und spart Kosten, weil kleinere Schränke eingesetzt werden können. Industrie-PC in Fertigungslinien verarbeiten zum Beispiel Bilddaten in der Qualitätssicherung oder steuern Anzeigen- und Bedienpanels.
Der Nanobox-PC Simatic IPC227D erhielt nach Angaben von Siemens für sein innovatives Design den renommierten iF product design award. Der Konzern ist laut eigener Darstellung in Europa einer der grössten Hersteller von Industriecomputern. Das Werk in Karlsruhe fertigt und entwickelt von der Hauptplatine bis zum Gehäuse alle Einzelteile der Rechner selbst. Sie werden in Industrieanlagen, im Gebäudemanagement oder in der Verkehrstechnik eingesetzt. Häufig erfassen und verarbeiten sie Messdaten verschiedener Sensoren.
Der Nanobox-PC arbeitet Siemens zufolge mit neuen, leistungsstarken Atom-Prozessoren von Intel. Sie brauchten wenig Strom und produzierten kaum Abwärme. Der Computer komme ohne Lüftung aus und könne praktisch überall eingebaut werden. In der Grundkonfiguration sei der 19 mal zehn mal sechs Zentimeter kleine Rechner vollkommen wartungsfrei. (ug)