Bern - Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) der Schweiz hat gestern ein Baugesuch für die Sanierung des Bundeshauses Ost eingereicht. Das Projekt ist gemäss einer BBL-Medienmitteilung Teil der langfristigen Unterhaltsstrategie für den ganzen Gebäudekomplex „Bundeshaus“. Unter anderem sei eine unterirdische Erweiterung zur Modernisierung der technischen Infrastruktur nötig.
Das Bundeshaus Ost, das mit dem Parlamentsgebäude und dem Bundeshaus West den zusammengewachsenen Gebäudekomplex „Bundeshaus" bildet, soll der Mitteilung zufolge bis Ende 2015 saniert werden. Das vom BBL eingereichte Bauprojekt sieht schwergewichtig die Sanierung der Innenräume mit Bereinigung der Raumstruktur und die Erneuerung der haus- und sicherheitstechnischen Anlagen vor. Weiter sei eine punktuelle Sanierung der Gebäudehülle vorgesehen, um den Minergiestandard für das Gebäude zu erreichen.
Bei allen Massnahmen wird gemäss BBL grosser Wert auf einen sorgfältigen Umgang mit der historischen Bausubstanz gelegt. Um die technische Infrastruktur den heutigen Anforderungen anpassen zu können, werde unter dem Gebäude mit einer Erweiterung zusätzlicher Platz geschaffen.
Die Kosten der Sanierung betragen laut BBL-Einschätzung 70 Millionen Franken; geplante Bauzeit ist von 2012 bis 2015. (ug)