Stabil auch während des Umbaus

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Geschrieben von: Redaktion 29.04.11
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Berlin - Ab Mai 2011 werden Solarstromanlagen mit angepasster Überfrequenzabschaltung ausgeliefert. Derzeit wird über die Folgen möglicher Instabilitäten im Stromnetz berichtet und hier insbesondere Solarstrom aufgeführt, schreibt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in einer Presseaussendung. Dabei trage Photovoltaik schon heute zur Netzstabilität bei.

Jahrzehntelang hätten die Betreiber der Stromnetze vorgeschrieben, dass Solarstromanlagen einheitlich bei einer Frequenz von 50,2 Hertz (Hz) abgeschaltet werden müssten. Mit einer  von der Branche vorgeschlagenen Lösung werde dieses Problem jetzt entschärft, bis eine neue Norm in Kraft tritt. Inzwischen seien über 17,5 Gigawatt Solarstrom am deutschen Netz angeschlossen, Photovoltaik müsse daher aktiv in das Netzmanagement einbezogen werden.

Die Solarbranche hat nach Angaben des BSW bereits reagiert: Grössere Photovoltaik-Anlagen am Mittelspannungsnetz würden schon länger mit intelligenter Regelungs- und Systemdienstleistungstechnik installiert. Ab Mai 2011 lieferten mindestens zehn Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern ihre Produkte freiwillig ab Werk mit angepasster Überfrequenzabschaltung aus.  Wechselrichter sind Geräte, die von Solarzellen erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom umwandeln, Anlagen steuern und überwachen und die  Verbindung zum Stromnetz herstellen, heisst es.

Bereits 2010 hätte die Branche eine Lösung angeboten. Diese sollte vermeiden, dass neu installierte Anlagen weiterhin von dieser Regelung betroffen sind. Der BSW-Solar begrüsse daher ausdrücklich die jetzt gültige Lösung zur Überfrequenzabschaltung vom FNN (Forum Netztechnik/Netzbetrieb im Verband der Elektrotechnik – VDE). Diese gelte in Form eines technischen Hinweises, bis die VDE/FNN-Anwendungsregel "Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" verbindlich wird, was voraussichtlich im Januar 2012 der Fall sein werde. Die Lösung sieht laut BSW eine variable, herstellerseitige Einstellung der Überfrequenzabschaltung zwischen 50,3 Hz und 51,5 Hz vor.

Gemeinsam mit einem Übertragungsnetzbetreiber und in enger Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium habe der BSW-Solar ein Gutachten in Auftrag gegeben, das klären solle, in welchem Umfang eine Nachrüstung von Photovoltaik-Anlagen ab 2012 notwendig ist. Es werde ermittelt, bei welchen Geräten die Umrüstung tatsächlich sinnvoll sei. Dies werde abhängig von dem Alter und der Grösse der Anlage sein. Ebenfalls Gegenstand der Untersuchung sei, welchen technischen und finanziellen Aufwand dies nach sich zieht. Der BSW setzt sich nach eigenen Angaben aktiv dafür ein, dass  dabei die Prinzipien des Bestandschutzes und der Investitionssicherheit berücksichtigt werden. (eg)

 

 

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