Basel - Die Schweizer Naturschutzorganisation Pro Natura hat den Ausbau der von Wind- und Wasserkraft erzeugten Energie begrüsst. Sie fordert aber in einer Presseaussendung ein Vorgehen im Einklang mit der Natur. "Die Revision der Energieverordnung nimmt dringend notwendige Anpassungen vor für Anlagen zur Gewinnung von erneuerbarer Energie. Für neue Wasserkraft- und Windkraftanlagen, welche von Fördergeldern der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) profitieren wollen, werden zukünftig Abklärungen hinsichtlich der Standorteignung getroffen werden müssen. Pro Natura begrüsst diese Neuerung sehr", heisst es in der Medienmitteilung. Allerdings sei die Neufassung für Pro Natura in der vorliegenden Form als "Empfehlung" zu schwach, um sicherzustellen, dass Gebiete mit hohen Natur- und Landschaftswerten vor solchen Bauten bewahrt werden: Wo eine Anlage für erneuerbare Energie gebaut werden dürfe und wo nicht, müsse verbindlicher geregelt sein. "Je unmissverständlicher die Gesetzesgrundlagen, desto höher ist auch die Planungs- und Rechtssicherheit bei den Initianten von solchen Projekten, desto rascher und unkomplizierter kann auch der Zubau von neuer erneuerbarer Energie an den richtigen Standorten verlaufen", wird Michael Casanova, Projektleiter Gewässerschutzpolitik von Pro Natura, zitiert. Dringend in die Verordnung gehörten grundsätzliche Ausschlusskriterien für Kraftwerksstandorte: In Landschaften von nationaler Bedeutung und inventarisierten Schutzgebieten von nationaler Bedeutung wie Moorlandschaften, Auen-Gebieten oder Nationalpärken sollten auch künftig keine Industriebauten zur Stromgewinnung gebaut werden dürfen. Mit der Revision der Gewässerschutzverordnung sollten die letzten noch natürlichen und naturnahen Fliessstrecken der Schweiz vor dem Ausbau der Wasserkraftnutzung geschützt werden. (eg)
|