Offen für Künftiges

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Geschrieben von: Redaktion 29.04.11
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Zürich - Im vergangenen Jahr hat Pro Helvetia rund 1.700 Projekte in 100 Ländern unterstützt. Mit der Eröffnung des Verbindungsbüros in Shanghai hat sie ihr Aussenstellennetz entscheidend verdichtet. Eine schweizweite Diskussion zu künftigen Aufgaben der Kulturförderung habe die Stiftung mit den Programmen zu Computerspieldesign und Kulturvermittlung in Gang gebracht. Wie Pro Helvetia in einer Presseaussendung schreibt, standen gleichzeitig die Vorbereitungen für das Kulturförderungsgesetz an, das 2012 in Kraft tritt.

Pro Helvetia habe 2010 insgesamt 3.286 Unterstützungsanfragen entgegen genommen. Davon habe sie 52 Prozent gut geheissen. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der eingegangenen Dossiers leicht gesunken. Der Rahmenkredit des Bundes blieb mit 34 Millionen Franken stabil, heisst es. Bereits 40 Prozent der Anträge seien über das elektronische Gesuchsportal www.myprohelvetia.ch abgewickelt worden. Das trage dazu bei, den administrativen Aufwand mit 13,4 Prozent auf konstant tiefem Niveau zu halten.

Das Spektrum der geförderten Projekte reichte von der wichtigsten Retrospektive über den Tessiner Architekten Mario Botta in Rovereto (I) über das Schweizerische Papiermuseum in Basel bis zu Kompositionsaufträgen in allen Sparten der Musik, schreibt Pro Helvetia. In den Genuss von Fördergeldern sei auch der indische Verlag Seagull für die Herausgabe von elf Schweizer Buchtiteln auf Englisch oder das Schweizer Tanzfest gekommen, das in 25 Städten stattfand. Selber entwickelt habe Pro Helvetia das Programm GameCulture sowie das Programm Kulturvermittlung, das nach Möglichkeiten suche, neue Publikumsschichten zu erschliessen. Solche Themenprogramme seien grundsätzlich national gedacht, sie vereinten Partner aus allen Teilen der Schweiz.

Die Eröffnung des Verbindungsbüros in Shanghai bedeute einen Meilenstein des Kulturaustauschs. Zugleich beanspruchten die Vorbereitungen für die strukturellen Anpassungen und die zusätzlichen Aufgaben, die das Kulturförderungsgesetz bis anfangs 2012 verlangt, besondere Anstrengungen. In kürzester Zeit entsteht laut der Pressemitteilung parallel zum Normalbetrieb eine neue Organisation, ausserdem braucht es neue Förderkonzepte und die wichtigsten Reglemente müssen neu entworfen werden. Im Juni werde der Bundesrat den künftigen, auf neun Mitglieder verkleinerten Stiftungsrat nominieren. (eg)

 

 

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