Zürich - Im Vorfeld der Generalversammlung der Alpiq am kommenden Donnerstag in Olten fordert Greenpeace die an dem Energiekonzern beteiligten Kantone und Gemeinden auf, sich klar für einen Atomausstieg auszusprechen. Zudem sollen sie von der Alpiq den definitiven Rückzug des Rahmenbewilligungsgesuchs für ein neues AKW verlangen. Verwandte Themen| { MenschenStrom gegen Atom, 30.04.11 } | | { Atomkonzerne unter Druck, 21.04.11 } | | { Tepco ist ratlos , 31.03.11 } | | { Energiewende jetzt einleiten!, 28.03.11 } | | { Die Technik für den Umstieg ist da, 18.03.11 } | | { Japan in schwerer Krise, 16.03.11 } | | { Erneuerbare können AKWs ersetzen, 16.03.11 } | | { Offener Brief an AKW-Partner, 22.12.10 } | | { Ein Lösungsmix ist notwendig, 20.09.10 } | | { Am «Kern» vorbei diskutiert, 15.06.10 } |
"Die Fukushima-Katastrophe hat die unerträglichen Risiken der Atom-Technologie auf brutalste Art erneut sichtbar gemacht", schreibt Greenpeace Schweiz in einer Medienmitteilung. "Drei Viertel der SchweizerInnen sprechen sich gegen den Bau von neuen AKWs aus." Obwohl auch die Mehrheit des Bundesrates sowie fast alle Parteien sich mittlerweile zu einem Atomausstieg bekennen würden und den Bau eines neuen AKW als unrealistisch erachteten, halte Alpiq verbissen an ihrem Atomkurs fest. Diese Strategie der Sackgasse dürften die personell und finanziell beteiligten Kantone und Gemeinden nicht akzeptieren. Über 40 Prozent des Alpiq-Kapitals gehören laut Greenpeace der öffentlichen Hand sowie Elektrizitätswerken, die wiederum im Besitz von Kantonen und Gemeinden sind. Zudem seien mehrere Volksvertreter Mitglied des Verwaltungsrats des Unternehmens, wie Christian Wanner (FDP-Regierungsrat/SO), Claude Lässer (FDP-Staatsrat/FR) oder Jean-Yves Pidoux (Grüner Stadtrat/Lausanne). Die öffentliche Hand habe also die Mittel und Wege, den Rückzug des AKW-Gesuchs durchzusetzen und damit den Weg zu einer nachhaltigen, sicheren Stromproduktion frei zu machen. (ug)
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