Berlin - Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will sich dafür einsetzen, dass die Lagerung von Atommüll Teil des geplanten Energiepakets wird. "Ich würde es sehr begrüssen, wenn die Frage der Zwischen- und Endlagerung Teil eines nationalen Energiekonsenses in Deutschland würde", sagte Röttgen laut einer Meldung in Greenpeace-Magazin.de in Berlin. Diese Frage sollte in den Gesprächen mit den Bundesländern thematisiert werden. Die künftige grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will sich gemäss diesen Angaben einer bundesweiten Endlagersuche öffnen, wenn ein unumkehrbarer Atomausstieg gelingt. Neben Salzstöcken, die vor allem in Niedersachsen und Ostdeutschland vorkommen, gebe es im Südwesten möglicherweise geeignete Tongesteinsformationen. Es ist Konsens, hochradioaktiven Atommüll in mehreren hundert Meter Tiefe zu lagern. Auch in der Schweiz wird gegenwärtig intensiv nach einer geeigneten Stätte für die Endlagerung von Atommüll gesucht. Österreich hat das Problem nicht, weil die Bevölkerung sich im November 1978 mehrheitlich gegen die Nutzung von Atomenergie entschieden hatte. (ug)
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