Dessau-Roßlau - Verkehr bleibt der stärkste Krachmacher. Das ergibt eine aktuelle Lärmumfrage des deutschen Umweltbundesamtes (UBA), an der sich 70.000 Menschen beteiligten und an der sich weiterhin alle Deutschen beteiligen können. Am meisten stört demnach der Lärm vom Strassenverkehr und von Flugzeugen.
"Der Schutz der Menschen vor Verkehrslärm ist in Deutschland noch nicht ausreichend gewährleistet. Zu viele Menschen leiden noch unter zu hohen Lärmwerten. Beim Lärmschutz liegt noch jede Menge Arbeit vor uns", wird UBA-Präsident Jochen Flasbarth aus Anlass des Tages gegen den Lärm an diesem Mittwoch in einer Medienmitteilung seiner Behörde zitiert. Lärm erhöhe nachweislich das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen.
Die Umsetzung der EU-Umgebungsrichtlinie in Deutschland verpflichtet gemäss UBA die Kommunen seit 2005 Aktionspläne gegen Lärm zu erlassen. Die Ergebnisse der UBA-Umfrage belegten, wie notwendig das sei. Da Lärm jährlich Kosten in Milliardenhöhe für die Volkswirtschaft verursache, könne durch Lärmminderung viel Geld gespart werden.
Der Strassenverkehr ist der Mitteilung zufolge weiterhin die Hauptursache für Lärmbelästigung in Deutschland. An zweiter Stelle der verkehrsbedingten Lärmbelästigungen folgt der Luftverkehr. 45 Prozent der Befragten geben an, sich durch startende und landende Flugzeuge stark beeinträchtig zu fühlen. Die dritte Verkehrslärmquelle, der Schienenverkehr, stört über 40 Prozent der Befragten. (ug)