Altdorf/Bern - Die Ski-Infrastrukturanlagen im Urserental und Sedrun werden massiv ausgebaut. Die Umweltverbände sind für eine massvolle Modernisierung. Die vorliegenden Pläne genügen den gesetzlichen Anforderungen noch nicht. Deshalb fordern sie laut einer gemeinsamen Medienmitteilung Nachbesserungen am Projekt. Die Umweltverbände haben in der Vergangenheit an verschiedenen Sitzungen und Begehungen zum Ski-Infrastrukturausbau im Urserental und Sedrun teilgenommen. Ihre Botschaft dabei war laut eigener Darstellung immer klar: Ein Ausbau der Ski-Infrastruktur im Oberalpgebiet müsse nachhaltig und massvoll sein. Die von den Projektanten nun vorgelegten Entwürfe genügten diesem Anspruch noch nicht. Die Umweltverbände fordern deshalb massive Nachbesserungen. Pro Natura, WWF, VCS, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz wissen der gemeinsamen Mitteilung zufolge, dass das „Ja von Bund und Kanton Uri zum Tourismusresort“ von Samih Sawiris in Andermatt auch ein „Ja zu gewissen Infrastrukturausbauten“ bedeutet. Die Umweltverbände seien deshalb nicht grundsätzlich gegen eine Modernisierung und einen sinnvollen Ausbau der touristischen Anlagen. Positiv beurteilten sie die Erarbeitung des vom Bundesrat geforderten Landschaftsentwicklungskonzepts (LEK), welches auf Richtplanstufe Schutzmassnahmen und Nutzungsvorgaben im Urserental regeln soll. Der Rest des aufgezeigten Projekts sei aber weder nachhaltig noch vernünftig. Die Umweltverbände erachten das aktuelle Projekt gemäss der Mitteilung als nicht bewilligungsfähig. Sie fordern insbesondere: - Mehr Zeit für die fundierte Erarbeitung der nötigen Grundlagen als Basis für eine seriöse Beurteilung des Umweltverträglichkeitsberichts (UVB).
- Beschränkung auf die Idee einer Skigebietsverbindung zwischen Nätschen-Gütsch-Oberalp, anstatt wie jetzt geplant, die zusätzliche Erschliessung eines neuen flächendeckenden Skigebiets zwischen Gütsch, dem Schneehühnerstock und der Oberalp.
- Aufzeigen von Alternativen oder Kompensationen für den immensen Wasser- und Energieverbrauch durch die Total-Beschneiung der neuen Skipisten.
- Verzicht auf die Erschliessung des St. Anna-Gletschers als neues Skigebiets und der damit verbundenen Bahnanlagen Felsental.
- Verzicht auf den Bau eines Restaurants am Luternsee (Richtung Oberalp).
- Aufzeigen und Umsetzen von genügend, ökologisch wirksamen Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen.
(ug)
|