Berlin - Am 27. April haben die Deutschen seit Jahresbeginn so viel Fisch verzehrt wie von der heimischen Fischerei in europäischen Gewässern gefangen wird. Damit ist nach Mitteilung der deutschen Umwelthilfe (DUH) der so genannte Fish Dependence Day erreicht. Damit ist der Tag gemeint, von dem an bis zum Ende des Jahres jeder in der Bundesrepublik konsumierte Fisch von ausserhalb kommt. „Die EU verfügt über die grössten Fischereigewässer der Welt – doch überwiegend werden sie nicht verantwortungsvoll bewirtschaftet. Um unseren wachsenden Appetit auf Fisch zu stillen, exportieren wir die Überfischung in andere Teile der Welt“, sagt Nina Wolff, Meeresschutz-Expertin der Deutschen Umwelthilfe und Koordinatorin von OCEAN2012 in Deutschland. Unter dieser Bezeichnung haben sich diejenigen Umweltschützer zusammengetan, die sich im Rahmen der Reform der europäischen Fischereipolitik gegen die Überfischung der Meere innerhalb und ausserhalb der EU und für eine nachhaltige Fischereiwirtschaft engagieren Wie dieser zerstörerischen Tendenz begegnet werden kann, liegt für Wolff auf der Hand. „Die europäischen Fischbestände müssen wieder so weit aufgebaut werden, dass sie nachhaltig befischt werden können. Zugleich dürfen wir nur so viel verbrauchen, wie wir den Beständen nachhaltig entnehmen können“, wird die Fischschutz-Expertin in der DUH-Mitteilung zitiert. Das errechnete Datum 27. April geht aus einem gemeinsamen Bericht der englischen New Economics Foundation und von OCEAN2012 hervor. (ug)
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