Brugg - Die Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) hat ihren Tätigkeitsbericht 2010 veröffentlicht. Schwerpunktmässig setzte sich die KNS im Berichtsjahr mit den Vorschlägen für Standortgebiete für geologische Tiefenlager und den inzwischen sistierten Rahmenbewilligungsgesuchen für neue Kernkraftwerke auseinander. Das berichtet die Bundesverwaltung in einer Presseaussendung. Ende 2008 habe die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) ihre Vorschläge für Standortgebiete für den Bau von geologischen Tiefenlagern für radioaktive Abfälle eingereicht. Im Februar 2010 legte laut Bundesverwaltung das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) sein sicherheitstechnisches Gutachten zu diesen Vorschlägen vor. Die KNS habe ihre Stellungnahme zum Gutachten des ENSI am 6. Mai 2010 publiziert. Ebenfalls 2008 seien Rahmenbewilligungsgesuche für drei neue Kernkraftwerke eingereicht worden. Anfang Oktober 2010 habe das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) seine sicherheitstechnischen Gutachten zu diesen Gesuchen vorgelegt. Die KNS erarbeitete ihre Stellungnahmen zu diesen Gutachten im Berichtsjahr 2010 und publizierte sie am 10. Januar 2011, heisst es. Zuhanden des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) habe die KNS zum Tätigkeits- und Geschäftsbericht des ENSI-Rats für das Jahr 2009 Stellung genommen. Ferner habe die KNS einige Grundsatz- und Forschungsthemen behandelt. Die KNS ist laut der Presseaussendung eine ständige ausserparlamentarische Kommission und berät den Bundesrat, das UVEK sowie das ENSI in Fragen der nuklearen Sicherheit von Kernanlagen. Gemäss "Sachplan geologische Tiefenlager" nimmt die KNS während der drei Etappen der Standortsuche jeweils Stellung zu den Gutachten des ENSI und hat sieben Mitglieder, heisst es. (eg) Der Tätigkeitsbericht 2010 der KNS steht im Internet auf www.kns.admin.ch zur Verfügung oder kann beim KNS-Sekretariat bestellt werden: KNS, Gaswerkstrasse 5, 5200 Brugg.
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