Luzern - Das Unternehmen Energie Wasser Luzern (EWL) will angeblich ihr Engagement für saubere Energie überprüfen, weil der Absatz stockt. Das berichtet die Gratiszeitung "20 Minuten". Linke und Grünen-Politiker laufen nach diesen Angaben Sturm gegen die Kehrtwende. Verwandte Themen| { Basel setzt auf erneuerbar, 24.03.11 } | | { Die Zukunft ist Erneuerbar, 17.03.11 } | | { Erneuerbare können AKWs ersetzen, 16.03.11 } | | { Neuenburg gegen AKW, 15.02.11 } | | { Ökostrom wird wettbewerbsfähig, 13.01.11 } | | { Erneuerbare Ziele realistischer, 11.01.11 } | | { Solarstrom wird billiger, 19.11.10 } | | { Schaffst du´s ohne Vater Staat?, 15.11.10 } | | { Für ökologische Steuerreform, 08.11.10 } | | { Ein Lösungsmix ist notwendig, 20.09.10 } | | { Erneuerbare kompetent managen, 03.09.10 } | | { 2000 Watt müssen reichen, 29.06.10 } | | { Erneuerbare stärker fördern, 07.06.10 } |
Laut "20 Minuten" sagte EWL-Geschäftsleitungsmitglied Rolf Samer in der neuesten Ausgabe der hauseigenen Kundenzeitung „Flux“, man werde das Engagement für erneuerbare Energie überprüfen, falls die Luzerner auf Dauer nicht mehr Ökostrom beziehen würden. "Letztlich entscheidet der Markt, ob der Strom aus dem Kernkraftwerk, von der Solaranlage oder vom Windrad kommt", ergänzte Samer. Im vergangenen Jahr habe das städtische Energieunternehmen nicht einmal ein Viertel des produzierten Ökostroms verkauft. Dieser ist massiv teurer als etwa Atomstrom. SP-Grossstadtrat Dominik Durrer ist laut Darstellung von "20 Minuten" empört: "Dass die EWL das Thema erneuerbare Energie im letzten Jahrzehnt verschlafen hat, ist das eine – dass sie nun schon wieder über den Ausstieg nachdenkt, ist absolut unverständlich." In einem Vorstoss fordert Durrer nach diesen Angaben, dass der hohe Aufpreis für Ökostrom überdacht wird. Bei der Stadt Luzern sei die Haltung ebenfalls klar. "Dass die EWL ihre Investitionen in Ökostrom reduziert, ist keine ernsthafte Option", wird Christoph Nick, Stabschef der Finanzdirektion, in "20 Minuten" zitiert. Dies widerstrebe den energiepolitischen Zielen der Stadt. (ug)
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