Bern - Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) hat die Bündner Regierung für ihre klare Raumplanungspolitik gelobt. Das alpine Landschaftsbild in Graubünden dürfe nicht durch das Umbauen von Ställen in Ferienhäuser verändert werden. Der Landschaftscharakter in Graubünden ist eines der besterhaltenen der Schweiz, nicht zuletzt aufgrund einer konsistenten kantonalen Raumplanungspolitik, schreibt SL in einer Presseaussendung. Die in vielen Gegenden, wie im Prättigau oder in der Surselva, verstreut gelegenen landwirtschaftlichen Bauten stellten einen grossen kulturellen Wert dar, wovon letztlich auch der Tourismus profitiere. Mit dem klaren Nein zu einem flächendeckenden Umbau der etwa 20.000 ausserhalb der Bauzonen gelegenen Ställe in Ferienhäuser führe die Kantonsregierung mit Blick auf die klare bundesgesetzliche Grundlage ihre bisherige konsequente Politik in dieser Frage fort. Wie vorteilhaft das sei, zeigten die grossen Probleme des Kantons TI, der mit Hunderten von bundesrechtswidrigen Umbauten konfrontiert sei, und zahlreiche Gerichts- und Bundesbehördenentscheide wegen seiner zu liberalen Bewilligungspraxis habe hinnehmen müssen. Eine Umnutzung der Ställe in Wohnbauten würde nebst der massiven Veränderung des Gebäude- und Landescharakters auch unerwünschte spekulative Seiten mit sich bringen, heisst es. Eine Erhaltung der Stallbauten bekomme mit der künftigen Agrarpolitik und der neuen Landschaftsqualitätsbeiträge mögliche neue Perspektiven. Die SL schlage zudem vor, die zahlreichen Meliorationsvorhaben mit der Instandsetzung der landschaftsprägenden Ställe zu verbinden. Zudem muss auch nicht à tout prix jeder Stall erhalten bleiben, schreibt SL. (eg)
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