Schaan – Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA hat ihren Jahresbericht 2010 "Bauen für die Zukunft" vorgelegt. Wie die Organisation in einer Pressemitteilung schreibt, hat sie langjährige Erfahrung mit energieeffizientem Bauen und Sanieren, dem Vernetzen von Menschen und dem Verbreiten von Informationen. Sie sei deshalb prädestiniert, Wissen über zeitgemässe Bauten weiterzutragen – alpenweit und darüber hinaus. Seit bald 60 Jahren setze sich CIPRA für eine nachhaltige Entwicklung in den Alpen ein und engagiere sich in allen Themen, die die Alpen betreffen. Insbesondere mit dem Thema energieeffizientes Bauen und Sanieren habe die Nichtregierungsorganisation mit Sitz im liechtensteinischen Schaan und nationalen Vertretungen in allen Alpenländern langjährige Erfahrungen. Dieses Wissen weiterzutragen, sei eines ihrer Hauptanliegen und Kernkompetenzen. So hätten bei einer von der CIPRA organisierten Exkursion 30 GemeindevertreterInnen in Vorarlberg erfahren, dass energieeffizientes Bauen mit regionalem Holz sinnvoll und machbar sei. Als Resultat steht nun laut der CIPRA-Pressemitteilung in der französischen Gemeinde Saint Martin de Belleville eine Kindertagesstätte im Minergie-Standard. Dann wurden laut dem Text auch noch die Gebäude der Touristeninformation energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Nun möchte die Gemeinde die Ausbreitung selber vorantreiben, heisst es: Sie habe 70 Kommunalpolitiker ins Bergdorf eingeladen, um zu zeigen, wie man beim Bauen Energie spart. Ein Höhepunkt sei auch der "Liechtensteinpreis für nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen", den die CIPRA im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Land Liechtenstein initiiert habe. Doch die CIPRA bleibe auch an anderen Themen, wie dem Jahresbericht zu entnehmen ist – zum Beispiel, wenn es um die Vernetzung von Lebensräumen für Bären und Co. oder den Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Öffentlichkeit geht. Die CIPRA hilft eigenen Angaben zufolge mit, Lebensräume und Menschen zu vernetzen, damit die Vielfalt in den Alpen erhalten bleibt. Sie informiere über Geschehnisse und Aktivitäten in den Alpen, um die Menschen für diesen besonderen Lebensraum zu sensibilisieren. Sie weise auf Missstände hin, um Bewegung in stockende Prozesse zu bringen. Vor allem aber, schreibt CIPRA, unterbreitet sie immer wieder Lösungsvorschläge, die ganzheitlich und zukunftsweisend sind – damit das Leben in den Alpen der Natur gerecht wird, die Menschen glücklich macht und ihnen auch in Zukunft ein Auskommen bietet. (eg)
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