Wien - Im Einzelhandel in Österreich sind Eier aus Käfighaltung verschwunden. Rund zwei Drittel der Eier im Handel sind aus Bodenhaltung, 23 Prozent aus Freilandhaltung und zwölf Prozent Bio-Eier. Das berichtet der Schweizer Landwirtschaftliche Informationsdienst (lid). Insgesamt wurden 2010 von den Konsumenten rund 680 Millionen Eier im Wert von 163 Millionen Euro gekauft, das sind pro Person und Jahr rund 235 Eier. Seit Anfang 2009 ist in Österreich das Käfighaltungsverbot für Legehennen in Kraft. Im Lebensmittelhandel wurden 2010 so gut wie keine Eier aus Käfighaltung angeboten, wie der lid berichtet. Das lasse darauf schliessen, dass der Handel zu einem grossen Teil auf heimische Produktion zurückgreife. Der Verarbeitungsbereich und die Gastronomie greifen gemäss lid nach wie vor gerne zu billigerer, importierter Käfigware. Dies gehe aus jüngsten Erhebungen im Rahmen der RollAMA und aus Zahlen der Statistik Austria hervor. Um den Import von Käfigeiern zu verringern, habe der Agrarmarkt Österreich Gütesiegel-Richtlinien für Ei-Produkte und Ei-Verarbeitungsprodukte entwickelt. (ug)
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