Ittigen - Der Bund hat dazu aufgerufen, zum Programm "Projets urbains - Gesellschaftliche Integration in Wohngebieten" Vorschläge einzureichen. An der Ausschreibung können sich kleinere und mittlere Städte sowie Agglomerationsgemeinden beteiligen, die vor sozialen und städtebaulichen Herausforderungen stehen. Das berichtet das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) in einer Presseaussendung. An den Projekten beteilige sich der Bund in den Jahren 2012 bis 2015 sowohl finanziell wie auch fachlich. In diesem Jahr gehe die erste Phase des Programms mit vierjähriger Laufzeit zu Ende. Mit dem Programm sei es dem Bund gelungen Projekte anzustossen, die neue Formen der Zusammenarbeit etablierten und Quartierentwicklungskonzepte sowie koordinierte Situationsanalysen ermöglichten. Elf Agglomerationsgemeinden und Städte hätten sich daran beteiligt, beispielsweise Rorschach, das unter anderem ein Quartierbüro eröffnet habe und die bauliche Innenentwicklung fördern wolle oder Yverdon-les-Bains, welches das Engagement der Quartierbevölkerung gestärkt habe. Der Bund möchte, dass die sich bewerbenden Städte und Gemeinden unter anderem Konzepte erarbeiten, wie Wohngebiete in interdisziplinärer Zusammenarbeit weiterentwickelt werden können, schreibt ARE. Ebenso sollten sie ein Quartiermanagement einführen, die Partizipation der Bevölkerung verbessern sowie Massnahmen ergreifen, die beispielsweise die Qualität des Wohnumfelds und das Image des Wohngebiets erhöhen sollten. Gemeinden und Städte, die bereits in der ersten Phase mit Projekten vertreten gewesen seien, könnten sich nochmals bewerben. Zehn bis zwölf Projekte würden ins Programm aufgenommen werden. Finanziell beteiligt sich der Bund mit einem Anteil von höchstens fünfzig Prozent beziehungsweise mit maximal 150.000 bis 200.000 Franken an den Projektkosten, heisst es in der Presseaussendung. Ausserdem biete er fachliche Unterstützung, in erster Linie in methodischen Fragen, die die Entwicklung der Strategien und Werkzeuge betreffen. Eine zweimal jährlich stattfindende Plattform sorge für den Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Gemeinden und Kantonen sowie dem Bund. Die Projektanträge sind bis zum 31. August 2011 einzureichen, heisst es. (eg) Das Programm "Projets urbains" ist Teil der Strategie des Bundes, die Integration der Bevölkerung zu fördern. Die Bundesämter für Raumentwicklung (ARE), für Migration (BFM) und für Wohnungswesen (BWO) sowie die Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB) und die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen (EKM) sind die Träger des Programms "Projets urbains - Gesellschaftliche Integration in Wohngebieten".
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