Bahn-Grossprojekte auf Kurs

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Geschrieben von: Redaktion 12.04.11
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Bern - Die Eisenbahn-Grossprojekte in der Schweiz waren im Jahr 2010 wie in den Vorjahren gut unterwegs. Die Termin- und Kostenprognosen für die NEAT, den Hochgeschwindigkeitsanschluss der Schweiz, die Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB) und die Lärmsanierung des Bahnnetzes blieben laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Verkehr (BAV) konstant. Auch die Umrüstung der bestehenden Bahnstrecken auf das Zugsicherungssystem ETCS und die Abschlussarbeiten von BAHN 2000 kämen wie geplant voran, wie aus den neuesten BAV-Standberichten hervorgehe.

Beim Gotthard-Basistunnel waren gemäss der BAV-Mitteilung Ende 2011 99 Prozent  des Tunnelsystems ausgebrochen sowie 97 Prozent der Sohle und 80 Prozent des Gewölbes erstellt. Im Ceneri-Basistunnel sind inzwischen 27 Prozent des Tunnelsystems ausgebrochen. Die Kostenprognose für die NEAT sei im dritten aufeinander folgenden Jahr stabil geblieben. Das BAV rechne weiterhin mit Endkosten von 18,7 Milliarden Franken (Preisstand 1998), womit der Verpflichtungskredit von 19,1 Milliarden Franken nicht ausgeschöpft sei. Als Eröffnungstermin  für den Gotthard-Basistunnel ist weiterhin Dezember 2017 vorgesehen, eventuell kann der Tunnel bereits 2016 in Betrieb gehen. Beim Ceneri-Basistunnel wird weiterhin mit Dezember 2019 gerechnet.

Aufgrund einer Kostenüberprüfung und der Planungsarbeiten im Rahmen des Strategischen Entwicklungsprogramms für die Bahninfrastruktur (STEP) wurde den Angaben des BAV zufolge das ZEB-Programm neu definiert. Dabei stehe insbesondere der Ausbau des ganzen Knotens Lausanne zur Steigerung der Kapazität auf der West-Ost-Achse (400 Meter lange Doppelstock-Züge) im Vordergrund. Auch beim Anschluss der Ost- und der Westschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz (HGV-Anschluss) seien im vergangenen Jahr bedeutende Fortschritte erzielt worden. Mit der Eröffnung der revitalisierten Linie im Haut-Bugey (Strecke Genf – Paris), der Inbetriebnahme Hüntwangen – Rafz (Zürich – Stuttgart) und dem Baubeginn in Genf/Châtelaine, Porrentruy – Boncourt und Jestetten auf deutschem Gebiet konnten laut BAV weitere Meilensteine erreicht werden.

Zudem rückt innerhalb der Schweiz die umsteigefreie Bahnverbindung zwischen Genfer- und Thunersee näher. Nach einem Bericht im online-Portal der Zeitung Südostschweiz sollen Touristen ab 2016 im Zweistunden-Takt durch die Bergwelt reisen, ohne in Zweisimmen den Zug wechseln zu müssen. Der Bund und die Kantone Bern, Waadt und Freiburg hätten das Projekt "TransGoldenPass" grundsätzlich genehmigt, heisst es bei Südostschweiz online unter Bezug auf eine Mitteilung der Bahngesellschaften BLS und Montreux-Oberland-Bahn (MOB). (ug)


 

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