Zürich/Bern – In einer gemeinsamen Medienmitteilung haben die Umwelt- und Naturschutzverbände der Schweiz die Wasserkraftnutzung am Grimsel befürwortet. Allerdings bekämpfen sie die Erhöhung der Staumauer. Wie Greenpeace Schweiz, Grimselverein, Pro Natura, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL und WWF Schweiz laut der Presseaussendung schreiben, beurteilen sie die zwei Projekte Tandem und Grimsel 3 als bewilligungsfähigen Kompromiss und machen deshalb keine Einsprache. Die Erhöhung der Staumauer verstosse nach Ansicht der Verbände die Verfassung und geltende Gesetze. Zudem werde damit kein zusätzlicher Strom produziert. Mit ihrer Zustimmung zu den beiden Grimsel-Projekten Tandem und Grimsel 3 stützten Greenpeace Schweiz, Grimselverein, Pro Natura, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL und WWF Schweiz einen Kompromiss, der im Dialog der Begleitgruppe zu KWOplus entstanden sei und gegenüber den ursprünglichen Plänen erhebliche ökologische Verbesserungen bringe. Das ändert nichts daran, dass die Umweltorganisationen der Pumpspeicherung, wie sie das Projekt Grimsel 3 vorsieht und wie sie heute praktiziert wird, nach wie vor skeptisch gegenüber stehen, heisst es. Die Umweltverbände nutzten ihr Beschwerderecht zurückhaltend und nur bei Projekten, die der Natur schadeten. Die Seevergrösserung würde eine Moorlandschaft von nationaler Bedeutung und das wertvolle Vorfeld des Aaregletschers fluten und damit den verfassungsmässigen Moorschutz verletzen. «Die Erteilung der Neukonzession wäre widerrechtlich, darin sind sich Umweltverbände und Rechtsexperten einig», wird dazu Otto Sieber zitiert, Pro Natura Zentralsekretär. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass das Projekt gemäss KWO AG keine Mehrproduktion, sondern nur eine zeitliche Verschiebung der Stromproduktion in den Winter bringe. Hans-Peter Fricker, CEO WWF Schweiz, betont laut der Presseaussendung, dass die Umweltorganisationen beim Ausbau von erneuerbaren Energien mithelfen. (eg)
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