Zürich/Luzern – Mit dem Green Can Award 2011 für beispielhaftes und innovatives Sammeln von Wertstoffen hat die IGORA Genossenschaft für das Aluminium-Recycling drei Gewinner ausgezeichnet. Es sind die KEZO Kehrichtverwertung Zürcher Oberland, die Gemeinde Hägendorf SO und an der Basler Ad-hoc-Gemeindeverband "Abfall ohne Worte". Mit ihnen sind seit dem Jahr 2000 bereits 33 Kommunen als Vorzeigeorte in der Wertstoffsammlung ausgezeichnet worden, schreibt IGORA in einer Presseaussendung. Die Wurzeln des heute weit verbreiteten Abfallunterrichts in Schulen liegen im Zürcher Oberland, heisst es. Bereits vor 25 Jahren habe die KEZO Kehrichtverwertung Zürcher Oberland den Unterricht in Wetzikon und Seegräben initiiert. Was als ehrgeiziges Projekt der KEZO begonnen habe, sei zur Jahrtausendwende von der Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch weiterentwickelt worden. Inzwischen biete die Stiftung den Unterricht in elf Kantonen mit annähernd 70 Lehrpersonen an. Abfall-Lehrkräfte besuchten jährlich 3.000 Schulklassen und unterrichteten rund 70.000 Kinder und Jugendliche. In der Gemeinde Hägendorf in Solothurn kämpften die 4.600 Einwohner gemeinsam gegen das Littering. Eine entsprechende Arbeitsgruppe setzt sich mit verschiedenen publikumsnahen Veranstaltungen dafür ein, gegen den Unrat im öffentlichen Raum vorzugehen, heisst es. Der erste Aufräumvormittag in Hägendorf vom April 2010 sei ein Riesenerfolg gewesen. "Das Echo auf unsere Dorfputzete war so enorm, dass wir im Mai 2011 eine Fortsetzung organisieren", wird dazu Gemeinderat Uli Ungethüm zitiert. Das Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt und die Gemeinden Arlesheim, Binningen, Münchenstein, Pratteln, Reinach und Therwil starteten vor zwei Jahren als Ad-hoc-Gremium das Projekt "Abfall ohne Worte", heisst es in der Pressemitteilung. Kernziel sei, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, wie die richtige Abfallentsorgung der gesamten Bevölkerung ohne Worte kommuniziert werden könne. Man wolle so die vielen sprachlichen Varianten, die heute für einen Abfallwegweiser notwendig wären, umgehen. Für eine Sensibilisierungscampagne seien bei einem Publikumswettbewerb 41 Vorschläge gekommen, davon seien drei prämiert worden. Als Siegerprojekt sei eine Abfall-Drehscheibe analog einer Parkscheibe hervor gegangen. ns Recycling kommen 91 Prozent der Aludosen, 80 Prozent der Tierfutterschalen sowie rund 60 Prozent der Tuben aus Aluminium, schreibt IGORA. Pro Jahr ergebe dies eine Sammelmenge von ca. 7.900 Tonnen Haushaltaluminium. Mit dem Recycling würden gegenüber der Neuherstellung von Aluminium 95 Prozent Energie und Treibhausgase wie zum Beispiel CO2 eingespart. Dies ergibt pro Kilogramm recyceltem Aluminium eine CO2 Reduktion von neun Kilogramm, heisst es. (eg)
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