Laden ohne Kabel

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Geschrieben von: Redaktion 11.04.11
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München - Siemens hat das Entwicklungsprojekt Induktives Laden von Elektrofahrzeugen vorgestellt. So können Elektroautos ihre Batterie künftig ohne Kabel laden. Wie Siemens in einer Pressemitteilung schreibt, funktioniert diese mit BMW entwickelte berührungslose Technologie auch bei kurzen Stopps. Die Ladestationen könnten nahezu unsichtbar in jede Umgebung integriert werden und seien dadurch sicher vor Verschleiss und Vandalismus.

Im Juni werde in dem vom Bundesumweltministerium (BMU) geförderten Projekt die Leistungsfähigkeit der entwickelten Systeme mit mehreren Fahrzeugen in Berlin getestet. Eine grosse Herausforderung beim Ausbau der Elektromobilität sei eine umfassende und verlässliche Ladeinfrastruktur. Da Elektroautos ihre Batterien häufiger aufladen müssen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ihren Tank füllen, braucht es unterschiedliche Lademöglichkeiten, die an den Bedarf von Fahrer und Fahrzeug angepasst sind, heisst es in der Pressemitteilung. Die induktive Energieübertragung der Forscher von Siemens Corporate Technology würde automatisiertes Laden schon beispielsweise in Taxiwarteschlangen erlauben.

Eine vollständig im Boden versenkte Primärspule bilde die Verbindung zum öffentlichen Energienetz. Unten am Auto ist eine Sekundärspule, schreibt Siemens. Üblicherweise betrage der Abstand zwischen acht und 15 Zentimeter. Startet der Fahrer das Laden, wird die Primärspule laut Siemens von Strom durchflossen. Als Folge baue sich ein Magnetfeld auf, das in der Sekundärspule einen elektrischen Strom induziert und die Batterie auflädt. Die Effizienz der Leistungsübertragung vom Stromnetz über alle Komponenten bis zur Batterie betrage dabei über 90 Prozent.

Ab Mai werde ein Prototyp mit einer Ladeleistung von 3,6 Kilowatt in einem Elektrofahrzeug getestet. In dem Feldtest ab Juni in Berlin sollen die notwendigen Verbesserungen für den Übergang zu einer Integration in Serienfahrzeuge unter realen Bedingungen ermittelt und Kundenfeedback eingeholt werden, um in Zukunft kundenorientierte Ladelösungen anbieten zu können, schreibt Siemens in der Pressemitteilung. Zusätzlich sei das System geeignet für eine intelligente Energienutzung, bei dem hauptsächlich Stromüberschüsse an Sonnen- und Windkraft genutzt werden und das Elektroauto auch als Zwischenspeicher für Strom dient. (eg)

 

 

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