Bern - Eine Förderung ökologischer Agrar-Produktionsweisen für Ernährungssouveränität wurde auf gestern auf dem Münsterplatz in Bern von Vertretern der Bauerngewerkschaft Uniterre gefordert: Viele Bauernfamilien befänden sich in einer prekären Lage, der wirtschaftliche und soziale Druck steige und im Gegensatz würden die Preise sinken, so laut dem landwirtschaftlichen Informationsdienst die Argumentation.
Neben ökologischer Produktionsweise habe man höhere Preise eingefordert: Ein Rappen für Milch, für das Kilo Brotweizen sollte den Bauern ein Franken und pro Kilo Futtergetreide 70 Rappen bezahlt werden. Die Inlandproduktion von Futtergetreide sollte gesteigert und Handelsfuttermittel besteuert werden. Uniterre wehre sich mit ihrer Aktion gegen eine Politik, die der regionalen Landwirtschaft keine Zukunftsperspektive bietee.
Die anwesenden Bauernfamilien beabsichtigen, mit ihren mitgebrachten Tieren und Fahrzeugen auf dem Münsterplatz zu bleiben, bis sie ihre Mitteilung „wir wollen bleiben“ wörtlich und im übertragenen Sinne bei allen beteiligten Parteien anbringen konnten.