Bern - Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz lehnt die Vorschläge des Bundesrats zur Verkehrsfinanzierung entschieden ab und startet eine Protestaktion mit Pendlern. "Es wäre unverantwortlich, die Bahnpreise um zehn Prozent zu erhöhen", kommentiert der VCS in einer Medienmitteilung entsprechende Regierungspläne. Zusammen mit den Tariferhöhungen der SBB ergäbe dies Preissteigerungen, die für die Pendelnden unzumutbar sei.
Der VCS sei sich bewusst, dass Tariferhöhungen im Bahnverkehr unausweichlich sind, heisst es in der Mitteilung. Die Pendelnden dürften jedoch nicht zu Milchkühen des Bundes degradiert werden. Die Bahn als nachhaltigstes Transportmittel sollte gefördert und nicht mit unverhältnismässigen Preiserhöhungen in ihrer Entwicklung behindert werden.
Der VCS wird deshalb laut eigenen Angaben in der kommenden Woche eine Postkarten-Aktion mit Bahnpendelnden lancieren. Die Bahnreisenden könnten die Postkarten, die an den Bahnhöfen verteilt werden, dem VCS zuschicken, um so gegen die drohenden Preiserhöhungen zu protestieren. Der VCS wird die Postkarten Verkehrsministerin Doris Leuthard übergeben. Bereits jetzt können E-Postkarten im Internet unterschrieben werden. (ug)