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Geschrieben von: Redaktion 30.03.11
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Neuchâtel – Laut den neuen Szenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) zur Bevölkerungsentwicklung werden alle Schweizer Kantone zwischen 2010 und 2035 ein Bevölkerungswachstum verzeichnen. Dieses Wachstum, das in erster Linie den internationalen Wanderungen zuzuschreiben ist, dürfte durch die starke Alterung der Bevölkerung in den meisten Kantonen abgeschwächt werden, schreibt die Bundesverwaltung in einer Presseaussendung.

Allerdings werde die Entwicklung nicht im ganzen Land gleich dynamisch verlaufen. Besonders hohe Zunahmen seien im Einzugsgebiet der Metropole Zürich und im Genferseeraum zu erwarten. Gemäss dem Referenzszenario der neuen Reihe kantonaler Bevölkerungsszenarien werde die Bevölkerung zwischen 2010 und 2035 in allen Kantonen zunehmen. Aufgrund eines relativ günstigen Wanderungssaldos und einer Geburtenzahl, welche die Zahl der Todesfälle auszugleichen vermag, würden die Kantone Waadt und Freiburg in diesem Zeitraum schweizweit die höchsten Zunahmen verzeichnen. Demgegenüber hätten die Kantone Uri, Jura und Neuenburg lediglich Zunahmen von zwei bis drei Prozent zu erwarten.

Das Bevölkerungswachstum zwischen 2010 und 2035 werde hauptsächlich auf Einwanderungsüberschüsse zurückzuführen sein. So werde der Kanton Basel-Stadt seine Einwohnerzahl dank der Zuwanderung aus dem Ausland stabilisieren können. Andere Kantone wie Graubünden oder das Tessin würden ebenfalls stark von dieser Einwanderung aus dem Ausland profitieren.

In den nächsten 25 Jahren dürfte sich die Zahl der Personen ab 65 Jahren in sechs Kantonen verdoppeln: Obwalden, Freiburg, Nidwalden, Aargau, Schwyz und Thurgau, heisst es. Wegen des Eintritts der Babyboom-Jahrgänge ins Rentenalter werde die Zahl der Personen in dieser Altersgruppe in allen Kantonen stark zunehmen.

Der Anteil der Personen ab 65 Jahren werde in der Schweiz von 17 Prozent im Jahr 2010 auf über 26 Prozent im Jahr 2035 steigen. Die grössten Anteile an Personen im Rentenalter würden 2035 die Kantone Appenzell A.Rh., Tessin und Schaffhausen mit über 30 Prozent aufweisen. Die geringsten Anteile an Seniorinnen und Senioren würden 2035 in Genf, Waadt, Zürich, Freiburg und Basel-Stadt zu finden sein.

Die Kantone im Einzugsgebiet der Metropole Zürich und im Genferseeraum werden zwischen 2010 und 2035 einen Bevölkerungszuwachs von über 15 Prozent verzeichnen, während die Kantone im Nordwesten und Südosten der Schweiz bevölkerungsmässig nur wenig wachsen werden, schreibt die Bundesverwaltung. Die Bevölkerung der Kantone Waadt, Freiburg, Aargau, Genf, Obwalden, Luzern, Thurgau und Zürich werde um 15 bis 25 Prozent zunehmen, während die Kantone Uri, Jura, Neuenburg, Graubünden und Basel-Stadt Zuwachsraten von höchstens fünf Prozent aufweisen würden. In den Kantonen Schaffhausen und Bern dürfte das Bevölkerungswachstum ebenfalls unter dieser Marke bleiben, heisst es. (eg)

 

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