Landau - Rückenschmerzen gehören zu den am weitesten verbreiteten Zivilisationskrankheiten. Prof. Dr. Günter F. Müller vom Arbeitsbereich Psychologie des Arbeits- und Sozialverhaltens an der Universität Koblenz-Landau hat nun eine Checkliste für Büroarbeitsstühle "CHECK-BS" entwickelt. Immerhin sind Rückenschmerzen typisch für das Bürozeitalter, schreibt Uni Koblenz in einer Presseaussendung.
Mit der Checkliste könnten sich auch ergonomisch ungeschulte Nutzer ein objektives Urteil über die Gesundheitsförderlichkeit von Bürostühlen bilden und sitzbedingten Beschwerden vorbeugen. "Mit CHECK-BS können Büroarbeitsstühle gezielt und systematisch daraufhin untersucht werden, wie komfortabel, gesundheitsförderlich, ansprechend und wertschätzend sie gestaltet sind", wird der Arbeitspsychologe Müller zitiert.
Erkenntnisse aus arbeitspsychologischen Studien hätten ergeben, dass ungeschulte Nutzer ohne produktneutrale Aufklärung und Hilfestellung nur bedingt in der Lage seien, ergonomische Vorzüge oder Defizite von Büroarbeitsstühlen zu erkennen. Zur systematischen Erkundung, Prüfung und Bewertung dienten bei CHECK-BS neun Kategorien von Gestaltungsmerkmalen, darunter Verstell- und Bedieneigenschaften, bewegungsdynamische Eigenschaften, Farb- und Formgebung und Materialeigenschaften. Die Bewertungen dieser Gestaltungsmerkmale werden mit unterschiedlichen Faktoren gewichtet, denen empirisch fundierte Einschätzungen arbeitspsychologischer und arbeitsmedizinischer Experten zugrunde liegen, heisst es. (eg)