Monsteraufgabe Energiewende

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Geschrieben von: Redaktion 28.03.11
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Graz - Auf Österreich wartet eine Monsteraufgabe, wenn bis 2050 gesamte Energiebedarf mit heimischen erneuerbaren Energieträgern abgedeckt werden soll. Zu dieser Einschätzung kommt die „Kleine Zeitung“ in Graz in einem Artikel, in dem ein Überblick über die wichtigsten Verbrauchssektoren gegeben wird.

Experten mehrerer österreichischer Hochschulen haben gemäss „Kleiner Zeitung“ für das Lebensministerium Folgendes erhoben: Der Individualverkehr müsste sich bis 2050 zumindest zur Hälfte auf öffentliche oder nicht motorisierte Verkehrsmittel verlagern. Der restliche Personenwagen-Verkehr müsse fast vollständig elektrisch bewältigt, fast der gesamte Strassenfernverkehr auf Schiene oder Schifffahrt umgestellt werden. Ähnliches gelte für den Flugverkehr.

Im Bereich des Wohnens orten die österreichischen Energieexperten laut dem Artikel in der „Kleinen Zeitung“ eines der grössten Einspar- und Effizienzpotenziale. Um bis 2050 unabhängig vom fossilen und atomaren Energiesystem zu sein, müsste demnach der Heizenergiebedarf der Gebäude im Schnitt um 60 bis 65 Prozent reduziert werden. Das setze eine Offensive bei thermischen Sanierungen voraus. Die Beheizung der Gebäude erfolge danach fast ausschliesslich mit einer Kombination aus Wärmepumpe und Solaranlage.

Obwohl die Industrie häufig auf beträchtliche Prozesswärme angewiesen sei, könnte die Energiewende bis zur Jahrhundertmitte laut der „Kleinen Zeitung“ dennoch möglich sein. Voraussetzung sei, dass die Energieeffizienz der Produktionsprozesse jährlich um ein Prozent steigen. Bei gleichbleibender Wirtschaftsleistung würde der Energiebedarf der Industrie damit bis 2050 um rund 35 Prozent unter dem Wert von 2008 liegen. Bei einem angenommenen Wirtschaftswachstum von 40 Prozent wäre der Energieeinsatz zur Jahrhundertmitte um zwei Prozent gesunken.

Die letzte Zutat für ein von Atom und Öl unabhängiges Österreich liegt laut Einschätzung der „Kleinen Zeitung“ in der Bereitstellung von heimischer Ökoenergie. Alle vorhandenen Energieträger müssten bis 2050 deutlich ausgebaut werden. Im Vergleich zu 2008 gelte es mindestens, die Biomassenutzung um 13 Prozent, die Stromproduktion aus Wasserkraft  um 18 Prozent und Windkraft wie Fotovoltaik um mehr als die fünffache Menge zu steigern. (ug)

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